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NaturNah: Panzer, Wölfe und ein Förster

Foto: Axel Schwenke / Flickr (CC)

Umwelt
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NaturNah: Panzer, Wölfe und ein Förster

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An kaum einem anderen Ort in Niedersachsen liegen Zerstörung und Leben so nah beieinander wie auf dem Truppenübungsplatz Munster-Süd. Zwischen explodierenden Granaten und lärmenden Panzern leben auf 7.500 Hektar besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Seit über 120 stören in diesem Gebiet weder Straßenverkehr, Düngerwahnsinn noch Touristenneugier das Wachstum der Raritäten und ermöglichen so die Entwicklung eines einzigartigen Naturreservoirs. Seit wenigen Jahren ist sogar ein Wolfsrudel dort ansässig.

Andreas Reinhold ist Revierförster in diesem Naturparadies. Der leidenschaftliche Naturschützer kümmert sich aber nicht nur um Flora und Fauna, sondern muss auch für optimale Übungsbedingungen bei den Soldaten sorgen: freie Sicht ins Schießfeld und ringsherum ein Wald, wo sich die Truppe verstecken kann. Andreas Reinhold muss dabei immer sehr vorsichtig sein, denn überall können Blindgänger liegen.

Die Dokumentation aus der Reihe "NaturNah" zeigt eine faszinierende Naturlandschaft auf einem Truppenübungsplatz, einen Revierförster, der nie einen anderen Job haben wollte, und einen Wolfsfilmer, der sich monatelang für seine spektakulären Bilder auf die Lauer legt.

"NaturNah: Panzer, Wölfe und ein Förster". Zu sehen ist die 30-minütige Natur-Dokumentation am Dienstag, den 27. Januar 2015 um 18.15 Uhr im NDR Fernsehen. Wiederholt wird die Sendung am 28.01. um 13.00 Uhr.

Jeden Dienstag widmet sich das NDR Fernsehen in der Reihe "NaturNah" norddeutschen Landschaften und Lebensräumen. Kamerateams nehmen sich besonders viel Zeit, um die Natur vor der Haustür in ihrer Vielfalt abzubilden, Tierfilmer legen sich im Auftrag des NDR auf die Lauer, um seltene Szenen aus Norddeutschlands Tierwelt einzufangen. Die Reihe zeigt Veränderungen im Jahreszyklus, begleitet Forschungsprojekte, Naturschutzmaßnahmen und würdigt ehrenamtliches Engagement. Denn Naturschutz in Norddeutschland ist nicht möglich ohne das Engagement der Menschen, die hier leben.

277 Wörter im Bericht.

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