Donnerstag, 02 Jul 2020
Foto: Alexander Droeger / CC0 (via Pixabay)
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Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland 65 Prozent betragen. So will es die Bundesregierung. Und so erfordern es die Klimaschutzziele, denen Deutschland ohnehin schon hinterherhechelt. Die Zielerreichung ist aber nur möglich, wenn auch die Windenergie weiter ausgebaut wird. Sie ist schon jetzt mit weitem Abstand führend bei der regenerativen Stromerzeugung.

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Foto: Erika Neuss / CC BY 2.0 (via Flickr)

Rechte Umtriebe

Doch gleichzeitig ist die Windkraft ein Paradebeispiel für die gesellschaftlichen Friktionen, die mit dem Klimaschutz verbunden sind. Fast alle wollen ihn, aber am liebsten schmerzlos und ohne negative Begleiterscheinungen. 60 Prozent der bundesweiten Klagen gegen Windkraftanlagen gehen auf Umwelt- und Naturschutzverbände zurück. Gerade drei Monate ist es her, dass der Landesverband Erneuerbare Energien NRW dem Nabu vorgeworfen hat, er verhindere mit seiner Klagepolitik den Klimaschutz. Sicher ist: Unbeschadet und unbefleckt wird das Industrieland Deutschland den Wandel nicht vollziehen können.

Anfang des Monats hat Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier ein Maßnahmenpapier auf den Tisch gelegt, um der ächzenden Windkraftbranche zu helfen. Alle Maßnahmen sollen spätestens im nächsten Jahr greifen - mit dem Ziel größerer Rechtssicherheit und Akzeptanz. Das ist ein Lichtstreif am Horizont. Der Abbau von Genehmigungshemmnissen, die Einschränkung der aufschiebenden Wirkung von Klagen und Widersprüchen und ein einheitlicher Artenschutz sind wichtige Maßnahmen.

Noch wichtiger aber ist es, die Brücke zu schlagen zwischen der Windkraft und den Menschen vor Ort. Sie müssen einen Nutzen haben von den Anlagen vor ihrer Haustür: durch die Möglichkeit, Anteile zu erwerben, oder durch verbilligte Strompreise. Nicht Abstandsregelungen schaffen Befriedung, sondern die Einbindung der Bürger.



Quelle: ots/Westdeutsche Zeitung
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