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Donnerstag, 02 Apr 2020
Foto: IAEA Imagebank / Flickr (CC BY-SA 2.0)
 1-2 Minuten Lesezeit  369 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr
Umweltfolgen der Fukushima Reaktorkatastrophe werden Jahrhunderte andauern. Greenpeace-Aktivisten erinnern in mehr als 40 deutschen Städten an diesem Wochenende und am 11. März an den katastrophalen Atomunfall im japanischen Fukushima vor fünf Jahren. Die Umweltschützer appellieren an die japanische Regierung, die Bevölkerung nicht weiter dem atomaren Risiko auszusetzen und alle Reaktoren endgültig abzuschalten. In einem aktuellen Report informiert Greenpeace heute über die gravierenden Umweltfolgen der Atomkatastrophe. "Die Folgen von Fukushima werden noch Jahrhunderte andauern", sagt Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace. "Hunderttausende Menschen sind betroffen, weite Regionen an der Ostküste Japans bleiben radioaktiv belastet. Die Abe-Regierung täuscht vor, alles unter Kontrolle zu haben. Doch das ist eine Farce und eine Missachtung der Opfer." Greenpeace misst derzeit mit einem internationalen Team von Strahlenschutzexperten die radioaktive Belastung des Pazifiks vor Fukushimas Küste. Greenpeace-Mitarbeiter aus Japan, Deutschland, Belgien und der Schweiz untersuchen mit Hilfe eines Unterwasserroboters (Remotely Operated Vehicle ROV) die Kontamination des Meeresbodens. Das ROV ist mit einem hochsensiblen Gammastrahlenspektrometer und einem Probeentnahmegerät ausgestattet. Zu Beginn der Messtour besuchte Naoto Kan, Japans Premierminister zur Zeit des Fukushima-Unglücks, das Aktionsschiff Rainbow Warrior III. Kan fordert den endgültigen Ausstieg Japans aus der Atomenergie. Genetische Mutationen in der Tier- und Pflanzenwelt nachweisbar Greenpeace legt heute eine Analyse der gravierenden Umweltfolgen des Atomunfalls vor. Danach setzte der Super-GAU weiträumig langlebige radioaktive Elemente frei - wie Cäsium 137 und geringe Mengen Strontium 90 - die von Pflanzen und Tieren aufgenommen wurden. Durch Schneeschmelzen, Wind und Regen breitet sich die Kontamination aus der Vegetation in den Wäldern, im Süßwasser und in den Küstenökosystemen aus. Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: Viele Bäume weisen Cäsium-Kontaminationen auf. Wissenschaftler fanden Mutationen sowohl in japanischen Tannen und Zedern, im Gras und in Schmetterlingspopulationen, DNA-geschädigte Würmer, Cäsium-Belastung in Süßwasserfischen, verminderte Fruchtbarkeit von Schwalben und radioaktive Kontamination eines der wichtigsten Ökosysteme - den Flussmündungen. Während nur 20 Prozent des radioaktiven Fallouts aus den explodierten Reaktoren auf die Landmasse niederging, ist die Verschmutzung enorm und weit verbreitet. Mehr als neun Millionen Kubikmeter Atommüll lagert derzeit an einigen Tausend Standorten in der Region Fukushima. Gereinigt wurden bewohnte Gebiete und schmale Streifen entlang der Straßen und der Waldränder. "Von den Bergen wird die Radioaktivität zurückkehren", sagt Smital. "Ein Super-GAU lässt sich nicht einfach wieder aufräumen." Quelle: ots/Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten erinnern in mehr als 40 deutschen Städten an diesem Wochenende und am 11. März an den katastrophalen Atomunfall im japanischen Fukushima vor fünf Jahren.

Engpässe könnte es Lakner zufolge vor allem bei der Spargel- und danach bei der Erdbeerente sowie im Gemüse- und Obstanbau geben.
Foto: Jai79 / CC0 (via Pixabay)

Bisher keine Sorgen um Lebensmittelversorgung wegen Einreisestopp für Erntehelfer

Die Umweltschützer appellieren an die japanische Regierung, die Bevölkerung nicht weiter dem atomaren Risiko auszusetzen und alle Reaktoren endgültig abzuschalten. In einem aktuellen Report informiert Greenpeace heute über die gravierenden Umweltfolgen der Atomkatastrophe. "Die Folgen von Fukushima werden noch Jahrhunderte andauern", sagt Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace. "Hunderttausende Menschen sind betroffen, weite Regionen an der Ostküste Japans bleiben radioaktiv belastet. Die Abe-Regierung täuscht vor, alles unter Kontrolle zu haben. Doch das ist eine Farce und eine Missachtung der Opfer."

Greenpeace misst derzeit mit einem internationalen Team von Strahlenschutzexperten die radioaktive Belastung des Pazifiks vor Fukushimas Küste. Greenpeace-Mitarbeiter aus Japan, Deutschland, Belgien und der Schweiz untersuchen mit Hilfe eines Unterwasserroboters (Remotely Operated Vehicle ROV) die Kontamination des Meeresbodens. Das ROV ist mit einem hochsensiblen Gammastrahlenspektrometer und einem Probeentnahmegerät ausgestattet.

Zu Beginn der Messtour besuchte Naoto Kan, Japans Premierminister zur Zeit des Fukushima-Unglücks, das Aktionsschiff Rainbow Warrior III. Kan fordert den endgültigen Ausstieg Japans aus der Atomenergie.

Genetische Mutationen in der Tier- und Pflanzenwelt nachweisbar

Greenpeace legt heute eine Analyse der gravierenden Umweltfolgen des Atomunfalls vor. Danach setzte der Super-GAU weiträumig langlebige radioaktive Elemente frei - wie Cäsium 137 und geringe Mengen Strontium 90 - die von Pflanzen und Tieren aufgenommen wurden.

Durch Schneeschmelzen, Wind und Regen breitet sich die Kontamination aus der Vegetation in den Wäldern, im Süßwasser und in den Küstenökosystemen aus. Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: Viele Bäume weisen Cäsium-Kontaminationen auf. Wissenschaftler fanden Mutationen sowohl in japanischen Tannen und Zedern, im Gras und in Schmetterlingspopulationen, DNA-geschädigte Würmer, Cäsium-Belastung in Süßwasserfischen, verminderte Fruchtbarkeit von Schwalben und radioaktive Kontamination eines der wichtigsten Ökosysteme - den Flussmündungen.

Während nur 20 Prozent des radioaktiven Fallouts aus den explodierten Reaktoren auf die Landmasse niederging, ist die Verschmutzung enorm und weit verbreitet. Mehr als neun Millionen Kubikmeter Atommüll lagert derzeit an einigen Tausend Standorten in der Region Fukushima. Gereinigt wurden bewohnte Gebiete und schmale Streifen entlang der Straßen und der Waldränder. "Von den Bergen wird die Radioaktivität zurückkehren", sagt Smital. "Ein Super-GAU lässt sich nicht einfach wieder aufräumen."



Quelle: ots/Greenpeace


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