#zeitfokus.

Dienstag, 26 Mai 2020
Foto: Anita Starzycka / Pixabay CC0
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Bei Bohrungen in der Nordsee haben Öl- und Gaskonzerne mit Methan gefüllte Hohlräume durchstoßen. Methan ist 25 mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Weil der Bohrvorgang Risse im Untergrund verursacht, steigt das klimaschädliche Gas entlang des Bohrlochs auf – teilweise noch Jahrzehnte nach Stilllegung der Bohrstelle. Das haben Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel durch mehrere Expeditionen nachgewiesen.

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Die „Plusminus“-Redaktion des NDR konfrontierte den Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. mit den GEOMAR-Forschungsergebnissen. Der Verband bestreitet das Problem. Schriftlich heißt es: „Werden beim Bohren gasführende Gesteinshorizonte durchbohrt, so greifen Sicherheitssysteme, die die Bohrung abdichten, so dass weder Methan noch andere Stoffe austreten können.“

Eine wichtige Aufsichtsbehörde der Öl- und Gasindustrie, das niedersächsische Landesbergamt, schreibt „Plusminus“, es sei dort bislang nicht bekannt gewesen, dass Methan-Austritte durch eine „generelle Störung des Untergrundes“ verursacht werden könnten, unabhängig von der Dichtheit der Bohrung selbst. Dabei weisen Wissenschaftler vom Institut für Umweltphysik der Universität Bremen seit 2014 darauf hin, dass aus Bohrlöchern Methan entweicht. In Kalifornien bekamen sie vor drei Jahren die Genehmigung, ein Öl-Förderfeld mit einem Messflugzeug zu überfliegen. Der Betreiber der Bohrstellen hatte damals keinerlei Methan-Emissionen gemeldet. Doch die Bremer Wissenschaftler wiesen das klimaschädliche Gas eindeutig nach. Inzwischen musste der Betreiber seine Angaben korrigieren. Das Umweltbundesamt rechnet mit Klimafolgekosten von mehr als 3900 Euro pro freigesetzter Tonne Methan.

Mehr dazu in der Sendung „Plusminus“ im Ersten am Mittwoch, 6. Dezember, um 21.45 Uhr im Ersten.



Quelle: NDR


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