#zeitfokus.

Mittwoch, 27 Mai 2020
Foto: Frauke Feind / CC0 via Pixabay
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Grünkohl-Pflanzen und Pilze haben rund um Anlagen der Erdgasindustrie Schadstoffe wie Toluol und Quecksilber aufgenommen. Das haben Untersuchungen im Auftrag des NDR ergeben. Wissenschaftler und Mediziner fordern eine zügige Ursachenforschung.

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Foto: Free-Photos / CC0 (via Pixabay)

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Für die NDR-Dokumentation "Die Tricks der Öl- und Gasindustrie" wurde Grünkohl als Schadstoffindikator untersucht. Gepflanzt wurde der Grünkohl im Umfeld des Betriebsplatzes des Erdgaskonzerns ExxonMobil in dem Ort Bellen in Niedersachsen. Das Ergebnis der Analysen der Jacobs University Bremen: Die Grünkohlprobe, die sechs Monate lang in einer Entfernung von 100 Metern zur Anlage stand, enthielt drei Mal mehr Toluol, als die Grünkohlprobe in einer Entfernung von einem Kilometer. Professor Nikolai Kuhnert von der Jacobs University Bremen sieht in diesem Ergebnis einen Hinweis, der zu genaueren Untersuchungen Anlass gibt. Toluol kann Nieren - und Fruchtbarkeitsschäden auslösen. In den USA hatte bereits eine Untersuchung rund um Förderplätze ergeben, dass Blätter in einer Entfernung von hundert Metern den Schadstoff Toluol enthielten. Mehr als 200 Ärzte in der Region Niedersachsen fordern eine zügige Ursachenforschung, um herauszufinden, ob von den Erdgasanlagen in der Region Schadstoffe ausgehen, die die Gesundheit der Anwohner gefährden.

Außerdem hat der NDR Pilze untersuchen lassen, die rund um Förderplätze wachsen. Viele Proben waren auffällig mit Quecksilber belastet. Neben einem Förderplatz in der Lüneburger Heide enthielten die Pilze bis zu 1,5 mg Quecksilber pro Kilogramm. Der gesetzliche Höchstgehalt für Wildpilze liegt bei 0,01 mg/kg.



Quelle: NDR


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