#zeitfokus.

Samstag, 04 Apr 2020
Foto: homer0922 / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  244 Worte im Text  vor 78 Tagen
Banken und Sparer - Opfer der EZB-Politik. Deutschlands Geldhäuser sind keine Wohltätigkeitsvereine, die selbstlos Dienstleistungen erbringen, um Kunden froh zu machen. Es sind Unternehmen, die Geld verdienen wollen und sich neue Einnahmequellen erschließen müssen, wenn andere versiegen. Das sollte sich jeder vor Augen führen, der aus Prinzip über die Gebührenpolitik von Banken und Sparkassen jammert. Dass die Institute oft übers Ziel hinausschießen und teils unverschämt zulangen, ist eine andere Frage. Bei den Negativzinsen und deren Folgeerscheinungen sind die Banken selbst Opfer einer verfehlten Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die straft Banken, die keine oder wenig Kredite vergeben, ignoriert aber dabei, dass Konsumenten dank Lohnsteigerungen immer weniger auf Pump kaufen müssen und dass Unternehmen sich mittlerweile mit Kapital vollgesogen haben. Wer jetzt noch einen Kredit will, ist womöglich weniger kreditwürdig, also ein Risikokunde, bei dem die Banken mehr Kapital vorhalten müssen - oder den Kredit verweigern. Volkswirtschaftlich läuft der EZB-Plan also in eine Sackgasse, zumal die Inflationsrate in der Eurozone noch weit von der Zielmarke zwei Prozent entfernt ist. Natürlich profitiert man auch als Steuerzahler eines Landes, dessen Zinslast durch Niedrigzinsen gewaltig geschrumpft ist. Dennoch sind Europas Anleger die Dummen, weil sie dafür bestraft werden, dass sie risikolos sparen wollen. Man kann Menschen belächeln, die ihr Geld auf Sparkonten horten, sie als Ewiggestrige bezeichnen, weil sie sich dem Aktienmarkt verweigern, sie ängstlich nennen, weil sie das Risiko eines Immobilien-Investments mit jahrzehntelangen Kreditraten scheuen. Aber dass sie dafür zahlen müssen, dass sie Geld zurücklegen, führt den Spargedanken ad absurdum. Quelle: ots/Rheinische Post

Deutschlands Geldhäuser sind keine Wohltätigkeitsvereine, die selbstlos Dienstleistungen erbringen, um Kunden froh zu machen. Es sind Unternehmen, die Geld verdienen wollen und sich neue Einnahmequellen erschließen müssen, wenn andere versiegen. Das sollte sich jeder vor Augen führen, der aus Prinzip über die Gebührenpolitik von Banken und Sparkassen jammert. Dass die Institute oft übers Ziel hinausschießen und teils unverschämt zulangen, ist eine andere Frage.

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Foto: RoboAdvisor / CC0 (via Pixabay)

Negativzins? Nein danke!

Bei den Negativzinsen und deren Folgeerscheinungen sind die Banken selbst Opfer einer verfehlten Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die straft Banken, die keine oder wenig Kredite vergeben, ignoriert aber dabei, dass Konsumenten dank Lohnsteigerungen immer weniger auf Pump kaufen müssen und dass Unternehmen sich mittlerweile mit Kapital vollgesogen haben. Wer jetzt noch einen Kredit will, ist womöglich weniger kreditwürdig, also ein Risikokunde, bei dem die Banken mehr Kapital vorhalten müssen - oder den Kredit verweigern.

Volkswirtschaftlich läuft der EZB-Plan also in eine Sackgasse, zumal die Inflationsrate in der Eurozone noch weit von der Zielmarke zwei Prozent entfernt ist. Natürlich profitiert man auch als Steuerzahler eines Landes, dessen Zinslast durch Niedrigzinsen gewaltig geschrumpft ist. Dennoch sind Europas Anleger die Dummen, weil sie dafür bestraft werden, dass sie risikolos sparen wollen. Man kann Menschen belächeln, die ihr Geld auf Sparkonten horten, sie als Ewiggestrige bezeichnen, weil sie sich dem Aktienmarkt verweigern, sie ängstlich nennen, weil sie das Risiko eines Immobilien-Investments mit jahrzehntelangen Kreditraten scheuen. Aber dass sie dafür zahlen müssen, dass sie Geld zurücklegen, führt den Spargedanken ad absurdum.



Quelle: ots/Rheinische Post
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