Blitzschnelle Datenbanktechnologie treibt personalisierte Medizin voran

Foto: HPI

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Potsdam. Eine am Hasso-Plattner-Institut (HPI) erforschte innovative Datenbank-Technologie – ursprünglich für blitzschnelle Analysen riesiger Mengen von Unternehmensdaten gedacht – dringt zunehmend auch in andere Bereiche vor.

Eine am Hasso-Plattner-Institut (HPI) erforschte innovative Datenbank-Technologie – ursprünglich für blitzschnelle Analysen riesiger Mengen von Unternehmensdaten gedacht – dringt zunehmend auch in andere Bereiche vor. Die mit mehreren Innovationspreisen ausgezeichnete In-Memory-Technologie verspricht zum Beispiel, die flächendeckende Nutzung der personalisierten Medizin deutlich voranzubringen. Im CeBIT lab präsentierte das HPI als eine Anwendungsmöglichkeit das Projekt „High-Performance In-Memory Genome“.

In dem Bemühen, Behandlungsentscheidungen auf Basis aller patientenspezifischen Informationen treffen zu können, müssen Mediziner immer mehr Daten verarbeiten und zum Beispiel den ‚Bauplan‘ eines jeden Menschen, die DNS, auf genetische Veränderungen untersuchen. Dabei fallen riesige Datenmengen an, denn jeder Mensch trägt rund 3,2 Mrd. Erbinformationen in sich. HPI-Forscher rücken diesen gewaltigen Datenbergen mit einem hauseigenen 1.000-Kerne-Hochleistungsrechner zu Leibe.

Um genetische Veränderungen in Echtzeit zu analysieren, kombinieren die HPI-Wissenschaftler die Forschungsergebnisse weltweiter medizinischer Datenbanken in einer Wissensdatenbank. Hochleistungsrechner, kombiniert mit riesigen Arbeitsspeichern, helfen den Potsdamer Forschern so, bekannte genetische Dispositionen zu identifizieren und behandlungsrelevante Zusatzinformationen interaktiv binnen Sekunden statt wie bisher manuell über Tage oder Wochen hinweg zu ermitteln.

Die Folge: Genomdaten können über eine Cloud-Anwendung blitzschnell analysiert werden. Bisher mussten Mediziner und Forscher über Wochen hinweg wertvolle Zeit mit Literatur- und Internetrecherchen verbringen. Jetzt kann das aktuellste Wissen über eine Erkrankung sofort in deren Behandlung einfließen. Davon profitiert zum Beispiel Europas größtes Universitätsklinikum, die Berliner Charité, mit der die Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts eng zusammenarbeiten. Das HPI kooperiert in dem Forschungsprojekt auch mit der SAP AG.

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