Donnerstag, 01 Okt 2020
Foto: Thomas Wolf / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
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Acht Jahre ist die große Finanzkrise her. Lang genug eigentlich, dass man sich nicht mehr richtig an sie erinnern kann. Doch nun kriselt es ausgerechnet bei der Deutschen Bank, die sich damals rühmte, nicht auf Staatshilfen angewiesen zu sein.

Die Grünen im Niedersächsischen Landtag kritisierten, dass diese Kapazitäten bislang nicht in der Corona-Krise zum Einsatz gekommen sind.
Foto: Fernando Zhiminaicela / CC0 (via Pixabay)

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Steht eine neue Krise der Finanzmärkte bevor?

Freilich sind viele Probleme von Deutschlands größtem Kreditinstitut hausgemacht. Auch könnten die schlechten Ratings, die die Bank in letzter Zeit bekommen hat, und die gestiegenen Preise für Kreditausfallversicherungen auf Schuldtitel eine natürliche Folge der Bankenregulierung sein. Denn nun müssen zuerst die Gläubiger einspringen, wenn ein Institut ins Wanken gerät. So sind auch andere Großbanken Europas von den gestiegenen Preisen betroffen. Zudem steht Deutschlands Wirtschaft eigentlich ganz robust da. Eigentlich. Denn in den letzten Wochen und Monaten schwankten die Finanzmärkte gerade auch in Deutschland gewaltig. Der Deutsche Aktienindex DAX hat im Vergleich zum vergangenen Frühsommer ein Viertel seines Wertes verloren. Das billige Geld der Europäischen Zentralbank, das lieber nach Frankfurt als nach Athen floss, scheint sich wieder in Luft aufgelöst zu haben.

Da kann man nur hoffen, dass sich die dunklen Vorahnungen bezüglich der Deutschen Bank als unbegründet erweisen und Europas Wirtschaft doch so stabil ist wie offiziell behauptet. Unter der »Lösung« der vergangenen Finanzkrise leiden die Menschen nämlich noch immer.



Quelle: ots/neues deutschland


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