#zeitfokus.

Sonntag, 31 Mai 2020
Foto: sanremo-domains / pixabay (CC)
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München (ots) - Ryan McMaken entlarvt in seinem jüngsten Beitrag auf www.misesde.org den Glauben an steigende Immobilienpreise als Gradmesser für eine positive Wirtschaftsentwicklung als primitiven Keynesianismus. Diese Ansicht nämlich fußt auf der Überzeugung, dass steigende Preise von Wohneigentum auch einen steigenden Konsum nach sich zögen.

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Foto: DarkWorkX / CC0 (via Pixabay)

Landwirtschaft wurde politisch in die Sackgasse gefahren

Allerdings gibt es an der Sache einen Haken: "Steigen die Immobilienpreise längere Zeit stärker als die Löhne, sind immer weniger Menschen in der Lage, hinreichend Eigenkapital für den Immobilienkauf anzusparen", stellt McMaken fest. Dieses Problem lässt sich nur dadurch lösen, dass durch die Ausweitung der Geldmenge immer mehr und größere Kredite vergeben werden können.

Schließlich werden auch die Laufzeiten immer länger, so das oberflächlich betrachtet fast kein Unterschied mehr zwischen dem Wohnen zur Miete und dem Wohnen im Eigenheim besteht. Allerdings - und das ist sehr wichtig - langfristig betrachtet entwertet die Inflation ein Festzinsdarlehen, während sie die Miete ansteigen lässt. Kredite mit langen Laufzeiten und festen Zinsen werden von den Finanzinstituten daher nur vergeben, weil eben jene Kredite staatlich subventioniert und durch zahlreiche Programme bzw. Institutionen abgesichert sind.

In dem Augenblick, in dem die Preise für Immobilien stärker steigen, als das Angebot an günstigen Krediten, entsteht ein Problem: Immer weniger Menschen können sich den Erwerb eines Eigenheims leisten. In der Folge sind immer mehr Menschen den durch die steigenden Preise auf Wohnimmobilien auch immer weiter ansteigenden Mieten ausgesetzt. Genau dies passiert gerade.

"Die staatlichen Eingriffe ins Marktgeschehen einerseits sowie das staatliche Papiergeldmonopol andererseits sorgen für eine immer größere Verzerrung und Schieflage", stellt Andreas Marquart, Direktor des Ludwig von Mises Institut Deutschland fest. "Anfangs sorgt dies noch für die Illusion wachsenden Wohlstands. Je länger aber die Eingriffe laufen, desto deutlicher tritt zu Tage, dass nur sehr wenige von diesen Eingriffen profitieren. Gerade die weniger Vermögenden müssen den Preis dieser Politik bezahlen. In einem so essentiellen Markt wie dem Wohnmarkt ist dies natürlich besonderes verheerend."

Die Inflationierung der Immobilienpreise



Quelle: Ludwig von Mises Institut


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