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Mittwoch, 27 Mai 2020
Neven DuMont-Haus,Köln-Niehl
Neven DuMont-Haus,Köln-Niehl Foto: CC0 via Wikipedia
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Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die geplanten Umstrukturierungen in der Mediengruppe DuMont als "Desaster für die betroffenen Journalistinnen und Journalisten und als Bankrotterklärung des Managements". Zuvor hatte DuMont am heutigen Donnerstag bekannt gegeben, einen neuen Newsroom aufzubauen, dessen Journalisten die Berliner Zeitung und den Berliner Kurier produzieren sollen. Dafür seien 140 Stellen vorgesehen, heißt es. Rechnerisch sollten so 50 Stellen wegfallen, über die die Geschäftsleitung mit dem Betriebsrat verhandeln wolle.

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Foto: Martin Clark / CC0 (via Pixabay)

Mehr Fairness im Handel

"Die DuMont-Verantwortlichen setzen die Kolleginnen und Kollegen bei Berliner Zeitung und Kurier einem unerträglichen Druck aus, weil sich jeder für den Newsroom bewerben muss und völlig offen ist, wer übernommen wird", kritisiert DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall. Mit der Ankündigung, dass sich der Newsroom an die Tarifverträge anlehne, lasse sich DuMont alle Möglichkeiten offen, die Gehälter nach unten zu drücken.

Die Entscheidungen für den Standort Berlin seien zudem ein schlechtes Vorzeichen für den Kölner Stadt-Anzeiger und den Express. Wie DuMont dem DJV auf Nachfrage mitteilt, sollen die Kölner Mitarbeiter erst Anfang 2017 über mögliche Umstrukturierungen informiert werden.

Ungeklärt ist auch die Zukunft der Beschäftigten bei der DuMont-Tochter Hamburger Morgenpost, wo seit Wochen darüber spekuliert wird, dass 25 Prozent der Redakteursstellen gestrichen werden sollen. Überall: "Das würde das Ende einer eigenständigen Redaktionsberichterstattung durch die MoPo bedeuten." Es sei unverantwortlich, dass die Geschäftsleitung die Mitarbeiter im Ungewissen lasse.

Überall fordert die DJV-Mitglieder unter den DuMont-Journalisten auf, keinesfalls arbeitsvertragliche Regelungen zu akzeptieren, bevor keine Beratung durch den DJV stattgefunden habe.



Quelle: DJV


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