#zeitfokus.

Erneuerbare Energien werden gefördert. Bis 2025 dürften die Kosten dafür auf 24,8 bis 32,9 Milliarden Euro jährlich anwachsen.
Erneuerbare Energien werden gefördert. Bis 2025 dürften die Kosten dafür auf 24,8 bis 32,9 Milliarden Euro jährlich anwachsen. Foto: Dirk (Beeki®) Schumacher / CC0 via Pixabay
 1-2 Minuten Lesezeit  291 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Weil die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien mehr kostet, als sie am Markt einspielt, erhalten Anlagenbetreiber einen milliardenschweren Zuschuss. Auch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ändert daran kaum etwas – im Gegenteil: In den kommenden 10 Jahren dürften die Förderkosten weiter steigen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt.

Jeremy Corbyn
Foto: Sophie Brown / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Scheinverzwergung - Corbyns Niederlage bei den britischen Wahlen

23,1 Milliarden Euro kostet die Förderung für Erneuerbare Energien mittlerweile pro Jahr – das macht 6,35 Cent extra für jede Kilowattstunde (kWh). Das ist einer der Gründe, warum das EEG jüngst reformiert wurde. Nun müssen sich einzelne Technologien ab 2017 um die Förderung in Auktionen bewerben. So sollen die Ausbaumengen kontrolliert und die Kosten schneller gesenkt werden. Der Ansatz ist richtig, die Wirkung jedoch begrenzt, zeigt die IW-Studie: Alleine die im Rahmen des neuen Gesetzes ans Netz gehenden Anlagen könnten die Förderkosten bis 2025 noch einmal deutlich ansteigen lassen – um 3,3 bis 6,9 Milliarden Euro jährlich. Hinzu kommt, dass auch der Förderbedarf alter Anlagen nicht konstant ist. Der steigt oder sinkt – je nachdem, wie sich die Preise am Strommarkt entwickeln. Insgesamt dürften die Förderkosten bis 2025 auf 24,8 bis 32,9 Milliarden Euro jährlich anwachsen, rechnen die IW-Experten vor. Das bedeutet umgerechnet eine EEG-Umlage zwischen 7,5 und 10 Cent je kWh.

Wie hoch die Zahlungen ausfallen, hängt von vielen Faktoren ab. Der wichtigste ist der Strompreis, doch dessen Entwicklung ist kaum vorhersehbar. „Diese und andere Unsicherheiten sind problematisch – schließlich sind viele Industriezweige auf planbare Stromkosten angewiesen“, erklärt IW-Expertin Esther Chrischilles. Daher sei es wichtig, dass die Politik langfristiger plane als bisher. „Wir brauchen bereits heute einen Zeitrahmen und Regeln für die Post-EEG-Ära – in der Übergangszeit sollten die Kosten nicht über den Strompreis finanziert werden.“



Quelle: IW Köln


#mehrNachrichten
Seine Chancen auf den CDU-Vorsitz will Armin Laschet derzeit nicht bewerten.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Parteitaktisches Kalkulieren: Alle Rechte wieder in Kraft setzen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat für einen differenzierten Blick auf die gegenwärtigen Corona-Proteste geworben. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"...
Das Virus hat sich an Konsumausgaben, Industrieproduktion, Investitionen, den globalen Handel, an Kapitalströme und Lieferketten angedockt.
Foto: K. Kliche

Langfristige Schäden

Die erste Konjunkturprognose der EU-Kommission seit Ausbruch der Coronakrise bot auf den ersten Blick keine wirkliche Überraschung. Das Virus hat sich an Konsumausgaben, Industrieproduktion,...
Die geplante Smartphone-Anwendung "sagt nichts darüber aus, ob ein tatsächliches Infektionsrisiko besteht.
Foto: Arie Wubben

Zweifel an Nutzen von Corona-App

Der Bonner Infektiologe und Intensivmediziner Peter Walger hat vor übertriebenen Hoffnungen in eine Anti-Corona-App gewarnt. "Ich erwarte von der App keine wirkliche Hilfestellung beim Versuch, in...
Christian Lindner
Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

FDP-Chef Lindner gehen Lockerungen nicht schnell und weit genug

FDP-Parteichef Christian Lindner gehen die angekündigten Lockerungen in der Corona-Krise nicht schnell und nicht weit genug. "Es wäre jetzt richtig, ohne falsche Zögerlichkeit alle Beschränkungen zu...
Scheuer will die erst Ende April eingeführten einmonatigen Fahrverbote bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von 21 Stundenkilometern innerorts und 26 Stundenkilometern außerorts wiederaufheben.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Grüne wollen Scheuers Rolle rückwärts beim Strafkatalog stoppen

Die Grünen wollen die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geplante Rücknahme von härtere Strafen für Temposünder im Bundesrat verhindern. Das ergibt eine Umfrage der "Neuen Osnabrücker...
Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, für gleichwertige Lebensverhältnisse im Land zu sorgen.
Foto: Joeb07 / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Die Finanzbasis droht zu bröckeln

Die politische Show in der Coronakrise spielt sich zwischen Bund und Ländern ab. Auf diesen Ebenen unseres föderalen Systems wurde der weitreichende Lockdown beschlossen, hier werden die...
Für Luftfahrt und Tourismus ist ein Ende der Talfahrt nicht in Sicht.
Foto: Gerd Altmann

Es droht die Rückkehr der Schuldenkrise

Gefühlt dürfte für viele Menschen das Schlimmste bei der Corona-Krise überwunden sein. Für die Wirtschaft aber fängt die Krise jetzt erst richtig an. Erst sanken die Konsumausgaben, nun brechen die...
Back To Top