Freitag, 25 Sep 2020
Foto: Jürgen Scheffler / CC0 (via Pixabay)
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Die Grünen im Bundestag lehnen den geplanten Zusammenschluss des Essener Energiekonzerns Eon mit der RWE-Tochter Innogy ab. "Unserer Einschätzung nach sollte diese Fusion untersagt werden", schreiben die Grünen-Abgeordneten Ingrid Nestle, Katharina Dröge, Julia Verlinden und Oliver Krischer in einem Brief an die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe) berichtet. Die Abgeordneten begründen ihre Einschätzung mit der Sorge um den Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt in Deutschland. Derzeit nimmt EU-Kommissarin Vestager die Pläne der beiden größten deutschen Energiekonzerne unter die Lupe. Unlängst untersagte sie die von Thyssenkrupp angestrebte Stahlfusion mit dem indischen Konzern Tata.

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Foto: Lindsey G / CC BY 2.0 (via Flickr)

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Mit dem neuen Eon-Konzern entstehe Deutschlands größter Grundversorger, der gegenüber kleineren Konkurrenten bevorteilt werde, heißt es in dem Brief, der der WAZ vorliegt. "Durch die Gewinne aus dem lukrativen Grundversorgergeschäft entstünden der neuen Eon finanzielle Spielräume, um direkte Konkurrenten im Preiskampf zu unterbieten. Ähnliches droht bei den Gewinnen, welche die neue Eon aus dem staatlich regulierten Netzgeschäft beziehen könnte." Dadurch sei eine "wettbewerbsschädigende Marktstellung" von Eon zu befürchten - mit negativen Auswirkungen auf junge Innovationsmärkte wie etwa die Ladesäulen-Infrastruktur für Elektroautos. Im vergangenen Jahr haben Eon und RWE einen umfangreichen Austausch von Geschäftsfeldern vereinbart. Eon will die Strom- und Gasnetze sowie das Endkundengeschäft von Innogy übernehmen und die RWE-Tochter damit zerschlagen. Im Gegenzug erhält RWE die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien von Eon und Innogy und wird mit knapp 16,7 Prozent an Eon beteiligt.



Quelle: ots/Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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