Lesezeit: 2 Min

Lufthansa und UFO setzen Verhandlungen fort

Foto: Christian Junker

Wirtschaft
Typographie
  • kleiner klein Standard groß größer
  • Standard Helvetica Segoe Georgia Times

Lufthansa und UFO setzen Verhandlungen fort

.

Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben in dieser Woche ihre Verhandlungen zu zahlreichen Themen fortgesetzt, die unter dem Titel "Agenda Kabine" gebündelt worden sind.

Die Frist zum Abbruch der Verhandlungen ist in der vergangenen Nacht um 0:00 Uhr ausgelaufen. Die Gespräche können damit nur mit einer Einigung beendet werden oder werden in eine Schlichtung überführt. Auf dieses Vorgehen hatten sich die Tarifpartner im Juli vergangenen Jahres verständigt. Am 19. Januar 2015 haben sich Lufthansa und UFO zudem darauf geeinigt, einen Schlichter zur Alters- und Übergangsversorgung anzurufen. "Wir sind froh, dass UFO den Gesprächen mit uns den Vorrang vor Streiks gegeben hat und die Gewerkschaft in den kommenden Wochen und Monaten von Arbeitskampfmaßnahmen absieht. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Kunden, die wir aufgrund der zahlreichen Streiks der Vereinigung Cockpit wiederholt enttäuschen mussten", sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. "Wir wollen gemeinsam mit UFO weiter konstruktiv an zukunftsfähigen Tarifstrukturen bei Lufthansa arbeiten. Auch wenn dies oft ein schwieriger Weg ist, auf dem wir hart miteinander um Lösungen ringen, ist es ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit von Lufthansa und bietet damit gute Perspektiven für unsere Mitarbeiter", so Volkens weiter.

Die Tarifpartner haben für die weiteren Verhandlungen die bisher erreichten Zwischenstände dokumentiert. Unter anderem zu folgenden Punkten werden die Verhandlungen nun parallel zur Schlichtung der Versorgungsthemen fortgesetzt:

Das Schlichtungsverfahren zur Alters- und Übergangsversorgung wird derzeit noch vorbereitet. Auf einen Schlichter müssen sich die Tarifparteien noch verständigen.
Die Tarifparteien haben sich auf Wechselmöglichkeiten von Germanwings-Kabinenmitarbeitern zu Lufthansa Passage verständigt. Die genauen Regelungen werden nun ausgearbeitet.
An die Stelle des bisherigen Jahresarbeitszeitmodells mit befristeten Arbeitsverträgen, tritt ein neuer Tarifvertrag Saisonalität mit unbefristeten Anstellungen, der es dem Unternehmen auch in Zukunft ermöglichen, adäquat auf die saisonalen Schwankungen der Nachfrage zu reagieren. Die Wirksamkeit dieser Regelung hängt vom Abschluss der Versorgungstarifverträge ab.
Der Manteltarifvertrag wurde verlängert und kann frühestens zum 31. Dezember 2017 gekündigt werden. Anpassungen, die unter anderem aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen notwendig sind, sollen in ungekündigtem Zustand erarbeitet werden.
Die Tarifpartner haben vereinbart, über ein Benchmark mit relevanten Wettbewerbern die Position im Markt zu ermitteln.
Der Vergütungstarifvertrag wird weiter verhandelt.

Quelle: Deutsche Lufthansa


360 Wörter im Bericht.

Wirtschaft (Top 10/365)

  • Automobilindustrie: Innovativ und zukunftssicher?
    Freitag, 11. Januar 2019

    Wirtschaftsminister Altmaier beklagt schwere Versäumnisse der deutschen Automobilindustrie: Die Branche sei bei Zukunftsthemen wie dem autonomen Fahren und Elektroautos nicht optimal aufgestellt,...

  • Handelsabkommen: Der freie Handel lebt
    Freitag, 01. Februar 2019

    Heute ist ein großer Tag für den freien Handel. Ab heute gilt das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan, zudem halten China und USA eine Einigung in ihrem Handelsstreit endlich für möglich....

  • Deutsche Wirtschaft lehnt Altmaiers Industriestrategie ab
    Samstag, 23. Februar 2019

    Deutschlands Industrie lehnt Pläne von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) klar ab, mit staatlicher Beteiligung "nationale Champions" zu schaffen. "Politische Eingriffe mit dem Ziel, bestimmte...

  • BASF: Gründlich verschätzt
    Dienstag, 09. Juli 2019

    In den vergangenen Tagen war im Markt geradezu stündlich mit einer Gewinnwarnung der BASF gerechnet worden. Die Investoren waren auf schlechte Nachrichten aus dem weltgrößten Chemiekonzern...

  • Handelsstreit: Zwei Milliarden Euro Verlust
    Montag, 13. Mai 2019

    Der US-China Handelskonflikt belastet die deutsche Exportwirtschaft. Bleiben die neuen US-Zölle bestehen, wird China reagieren – das kostet die deutschen Exporte im kommenden Jahr zwei Milliarden...

  • Nationale Industriestrategie 2030: Im Ansatz richtig
    Dienstag, 05. Februar 2019

    Die Industrie ist ein Zugpferd der deutschen Wirtschaft. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat deshalb eine neue Strategie vorgelegt, mit der er die politischen Rahmenbedingungen für die nächsten...

  • Autozölle: Gefahr für das deutsche Geschäftsmodell
    Montag, 18. Februar 2019

    Auch 2018 exportierte Deutschland in kein anderes Land so viel wie in die USA. Das könnte sich aber schnell ändern, wenn Trump tatsächlich hohe Strafzölle auf Autos einführt. Sollte der US-Präsident Autoimporte...

  • Reform der Grundsteuer muss endlich umgesetzt werden
    Mittwoch, 05. Juni 2019

    Vor dem Hintergrund anhaltender Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition drängen die Gewerkschaften auf eine schnelle Grundsteuerreform. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell...

  • Handelsstreit: Dicke Luft
    Dienstag, 08. Januar 2019

    Beim Treffen in Beijing wollen die USA und China endlich den Handelsstreit beilegen. Allerdings ist eine Einigung kaum zu erwarten, denn das US-Handelsbilanzdefizit ist weiter gestiegen und die...

  • Fusionspläne Deutscher Bank und Commerzbank: Mehr als 20.000 Arbeitsplätze im Feuer
    Montag, 18. März 2019

    Der Deutschen Bank und der Commerzbank stehen angesichts der Fusionspläne massive Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft bevor. Verdi-Chef Frank Bsirske erwartet eine "intensive und...