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Migrationseffekte: Integration schafft Wachstum

Foto: jamboo7809 / CC0 via Pixabay

Wirtschaft
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Migrationseffekte: Integration schafft Wachstum

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Die Flüchtlinge haben einen positiven Effekt auf die deutsche Konjunktur. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach erhöht die jüngste Zuwanderung das Bruttoinlandsprodukt bis 2020 um insgesamt rund 90 Milliarden Euro. Der Effekt auf das Pro-Kopf-Einkommen ist vorerst negativ.

In den vergangenen zwei Jahren sind etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Rund 90 Prozent von ihnen möchten Befragungen zufolge langfristig hier bleiben – mit positiven Auswirkungen auf die Konjunktur: Nach Schätzungen des IW steigern die Flüchtlinge das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um rund 0,4 Prozent, bis 2020 könnte dieser Effekt auf knapp ein Prozent pro Jahr steigen. Das liegt sowohl am erhöhten privaten Konsum als auch an den zusätzlichen Staatsausgaben für die Integration. Im gleichen Zeitraum dürfte allerdings auch die Erwerbslosenquote um rund 1,5 Prozentpunkte steigen. Das wirkt sich wiederum negativ auf das jährliche Pro-Kopf-Einkommen aus, das um bis zu 800 Euro sinken könnte.

„Wie stark die simulierten Effekte tatsächlich ausfallen, wird maßgeblich davon abhängen, wie gut die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt“, sagt IW-Experte Tobias Hentze. Dafür müsse in die Qualifizierung von Flüchtlingen investiert werden. Denn während fast jeder fünfte Asylbewerber studiert hat, haben mindestens ebenso viele nur eine Grundschule oder überhaupt keine Schule besucht.

Die Kosten für die Integration von Flüchtlingen schätzen die Autoren der Studie auf bis zu 28 Milliarden Euro pro Jahr. „Wenn das Geld in effektive Förderprogramme investiert wird, kann es langfristig durch steigende Steuereinnahmen zum großen Teil wieder hereingeholt werden“, sagt Hentze. Allerdings kommt es nicht nur auf den finanziellen Aufwand an – die Politik muss Unternehmen auch unbürokratisch bei der Beschäftigung von Flüchtlingen unterstützen.



Quelle: IW Köln


278 Wörter im Bericht.

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