Millionenauftrag für Sietas-Werft

Foto: Gerhard Kemme / Flickr (CC)

Wirtschaft
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Ein Jahr nach dem Verkauf der insolventen Sietas-Werft kann das Unternehmen wieder einen Millionenauftrag verbuchen.

Nach Informationen von NDR 90,3 sollen am 5.2.2015 die Verträge zur Umrüstung mehrerer Schiffe unterzeichnet werden.

Seit Jahresbeginn gelten auf Nord- und Ostsee strenge Abgasnormen. Zahlreiche Reedereien müssen deshalb ihre Schiffe nachrüsten oder auf vergleichsweise teuren Treibstoff umstellen. Im Wettbewerb mit mehreren anderen Werften hat sich Sietas nun einen Großauftrag gesichert. Für eine niedersächsische Reederei sollen zunächst drei Schiffe mit Abgasreinigungsanlagen nachgerüstet werden, so genannten Scrubbern.

Die Schiffe sind allesamt bei Sietas gebaut worden, die Werft verfügt über alle Zeichnungen und Baupläne. Für Sietas ist dass der erste Großauftrag seit der Insolvenz und dem Verkauf an den neuen russischen Eigentümer Pella. Das Familienunternehmen aus St. Petersburg hat Deutschlands älteste Werft im vergangenen Frühjahr übernommen. Nach der Insolvenz arbeiteten zeitweise nur noch knapp 50 Männer und Frauen in Neuenfelde, mittlerweile sind weit mehr als 100 neue Mitarbeiter eingestellt. In diesem Jahr sollen noch einmal mindestens 200 dazu kommen.

Neben dem Millionenauftrag für die Umrüstung von Schiffen sorgt auch eine Kooperation mit der Meyer-Werft in Papenburg für Beschäftigung. Pella-Sietas baut Teile für Kreuzfahrtschiffe, die dann bei Meyer verbunden werden. Außerdem hat die Werft in Neuenfelde im vergangenen Jahr mehrere Schiffe repariert.

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