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Millionenskandal um S&K Unternehmensgruppe: Ermittlungen gegen TÜV Süd

Foto: TÜV Süd

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Millionenskandal um S&K Unternehmensgruppe: Ermittlungen gegen TÜV Süd

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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt gegen Mitarbeiter des TÜV Süd wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug. Nach Recherchen der Dokureihe "45 Min" im NDR Fernsehen und des Radiosenders NDR Info geht es um das Ausstellen einer TÜV-Bescheinigung für Immobilien der Frankfurter Investmentfirma S&K.

Das Unternehmen steht im Mittelpunkt eines Skandals um Schrottimmobilien, bei dem ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe entstanden sein soll. Um die 10.000 Anleger wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch das Schneeballsystem von S&K um ihr Geld gebracht. Vor zwei Jahren wurden bereits Büros einer TÜV Süd-Tochterfirma durchsucht. Damals hatte die Staatsanwaltschaft aber ausdrücklich erklärt, dass TÜV-Mitarbeiter nicht beschuldigt würden.

S&K hat der Staatsanwaltschaft zufolge mit einer TÜV-Bescheinigung geworben, die den Anschein der Seriosität geben sollte. Es sei jedoch nichts geprüft worden, so Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu: "Es ist lediglich eine Aufstellung der Käufe und Verkäufe gemacht worden. Über Werthaltigkeit und solche Dinge sagte das gar nichts. Es hat aber nach außen hin den Anschein erweckt, als sei das vom TÜV geprüft und sei somit auch inhaltlich richtig." Für seine Tätigkeit habe der TÜV Süd circa 90.000 Euro bekommen. Das Unternehmen habe auch aufgrund des hohen Preises damit rechnen müssen, dass S&K mit der Bescheinigung um neue Anleger wirbt: "Wir gehen davon aus, dass das auch den Leuten vom TÜV bewusst war und dass sie zumindest in Kauf genommen haben, dass möglicherweise dieses Zahlenwerk nicht zutreffend ist beziehungsweise dann auch dazu dient, andere Leute zu schädigen."

Eine Sprecherin des TÜV Süd dagegen sagte, ihre Firma habe zu keinem Zeitpunkt "die S&K Unternehmensgruppe als Ganzes, noch das Geschäftskonzept, noch einzelne Produkte bzw. Dienstleistungen dieser Gruppe zertifiziert." Es gebe deshalb "auch kein Zertifikat oder Prüfzeichen, das kommunikativ hätte verwendet werden dürfen. Vielmehr ist der gute Ruf des TÜV Süd aus unserer Sicht für das Geschäftsgebaren der S&K Gruppe missbraucht worden." Mitarbeiter des TÜV Süd hätten "nach unserem Kenntnisstand zu keiner Zeit von dem betrügerischen Verhalten des Unternehmens S&K gewusst oder dieses gar unterstützt."

337 Wörter im Bericht.

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