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Staatsministerin Özoğuz zur heutigen Vorstellung des Fortschrittsberichts 2014 zum Fachkräftekonzept

Wirtschaft
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Staatsministerin Özoğuz zur heutigen Vorstellung des Fortschrittsberichts 2014 zum Fachkräftekonzept

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Der Fortschrittsbericht zeigt, dass wir auf einem richtigen und erfolgreichen Weg sind: Wir können die Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels bewältigen.

Um unser Wohlstandsniveau zu erhalten, brauchen wir dringend eine Doppelstrategie: Erstens müssen wir die inländischen Potenziale – von Frauen, Älteren, aber auch von Menschen mit Einwanderungsgeschichten – erkennen und erschließen. Zweitens brauchen wir noch mehr qualifizierte Einwanderung und müssen dringend dafür werben. Unser Land profitiert von Einwanderung.

Jeder Jugendliche in Deutschland muss eine Ausbildung aufnehmen können, jeder junge Mensch braucht einen Berufsabschluss und jeder muss eine Möglichkeit auf Arbeit haben. Bei der Berufsausbildung dürfen wir keine Verlierer hinterlassen. Jugendliche brauchen auch mal eine zweite oder auch dritte Chance, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt mit dem Berufsabschluss.

Auch die vielen Asylbewerber und Geduldeten in Deutschland dürfen wir nicht monatelang tatenlos in ihren Unterkünften herumsitzen lassen. Deshalb ist die jüngste Änderung des Beschäftigungsrechts ein großer Schritt: Asylbewerber und Geduldete können jetzt nach drei Monaten arbeiten, nach 15 Monaten auch ohne Vorrangprüfung. Die Potenziale von Asylbewerbern und Geduldeten, die oft richtig gute Qualifikationen mitbringen, können so endlich genutzt werden. Und wir müssen noch einen Schritt weitergehen: Wenn ein junger Flüchtling hier eine Ausbildung beginnt, muss der Ausbildungsbetrieb die Sicherheit haben, dass die Ausbildung auch beendet werden kann.

Auch die Förderung der Einwanderung von Fachkräften nach Deutschland trägt zum Erfolg des Fachkräftekonzepts bei. Hier sind das Anerkennungsgesetz des Bundes und die Anerkennungsgesetze der Länder zentral, damit Einwanderer gemäß ihren Qualifikationen bei uns arbeiten können. Es ist endlich Schluss damit, dass z.B. ausländische Ingenieure hier Taxi fahren. Allerdings ist mitunter bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen auch unklar, welche deutsche Anerkennungsstelle denn nun für das Verfahren zuständig ist. Wer bei uns einwandert, muss natürlich die Sprache können. Hier müssen wir – auch in unserem Interesse - ausreichend Möglichkeiten zum Spracherwerb bereitstellen. Da müssen und können wir noch besser werden, wenn wir im internationalen Wettbewerb attraktiv bleiben wollen.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung


319 Wörter im Bericht.

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