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Verbraucherindex: Produkte ohne Internetzugang kommen aus der Mode

Foto: charlie0111 / pixabay (CC)

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Verbraucherindex: Produkte ohne Internetzugang kommen aus der Mode

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Fernseher, die nur Bild und Ton ausstrahlen sind Auslaufmodelle. Dasselbe gilt für Uhren, die ausschließlich die Zeit anzeigen. Jeder sechste Deutsche plant in den kommenden drei Monaten den Kauf eines Smart TV. Zehn Prozent der Konsumenten möchten sich bis zum Jahreswechsel eine Smart Watch zulegen. Anbieter internetfähiger Technik können sich damit auf stabile Umsätze freuen. Zu diesen Ergebnissen kommt der halbjährlich durchgeführte CreditPlus-Verbraucherindex, der im Vergleich zum Frühjahr 2,5 Punkte verloren hat und aktuell bei 97,5 Punkten steht.

Speziell die Männer wollen smarte Technik spätestens zum Jahreswechsel. Jeder fünfte Mann (22 Prozent), aber nur jede zehnte Frau (10 Prozent) plant bis Ende 2015 die Anschaffung eines webfähigen TV-Gerätes. Das Gleiche gilt für Smart-Uhren: Auch hier sind die männlichen Verbraucher die Vorreiter. 13 Prozent von ihnen wollen sich bis Weihnachten einen Chronographen mit Online-Anschluss kaufen. Bei den weiblichen Einkäufern sind es rund halb so viele (7 Prozent). Darüber hinaus sind es vorrangig junge Menschen zwischen 22 und 34 Jahren, die die Umsätze mit smarter Technik nach oben treiben. Rund jeder vierte Konsument dieser Altersgruppe hat vor, sich in den kommenden drei Monaten mit einem neuen Smart-TV (29 Prozent) oder einer Smart Watch (23 Prozent) auszustatten.

2016: Nur ein Drittel tritt auf die Konsumbremse

Die Absatzaussichten für Technikprodukte bleiben auch im kommenden Jahr positiv. Das Konsumklima 2016 bleibt in Deutschland stabil. Nur ein Drittel der Verbraucher möchte im kommenden Jahr den Gürtel enger schnallen und die Ausgaben für Konsumgüter insgesamt zurückschrauben.

Bares bleibt Wahres

Beim Bezahlen sind die Deutschen allerdings weniger technikaffin. Die Mehrheit möchte Münzen und Scheine als optionales Zahlungsmittel behalten. 82 Prozent lehnen die Abschaffung von Bargeld ab. 42 Prozent befürchten bei einem rein digitalen Zahlungsverkehr eine Zunahme von Betrugsfällen aufgrund von Sicherheitslücken. Für jeden dritten Konsumenten stärkt Bargeld das Bewusstsein für Werte. Das ginge bei einer Abschaffung verloren, so die Sorge der Verbraucher.



Quelle: ots / CreditPlus


314 Wörter im Bericht.

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