Lesezeit: 1 Min

Wirtschaft fordert industriellen Wohnungsbau für Flüchtlinge

Foto: Unsplash / pixabay (CC)

Wirtschaft
Typographie
  • kleiner klein Standard groß größer
  • Standard Helvetica Segoe Georgia Times

Wirtschaft fordert industriellen Wohnungsbau für Flüchtlinge

.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie macht angesichts des anhaltenden Flüchtlingsstroms Druck, durch industriellen Wohnungsbau Engpässe zu beseitigen. Traglufthallen, Container und Zelte seien auf Dauer nicht zumutbar und zum Teil viel zu teuer, sagte Verbandschef Michael Knipper im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag).

Er appellierte an die Länder, schnellstmöglich die Bauordnungen zu entrümpeln und damit von überzogenen sowie kostentreibenden Vorgaben zu befreien. Kostengünstiger Wohnraum für Flüchtlinge wie auch für die heimische Bevölkerung könne schon für 1300 Euro pro Quadratmeter bereitgestellt werden, sagte er. Der Preis für einen Quadratmeter in einem der rar gewordenen Container betrage mittlerweile 2500 bis 3000 Euro.

Knipper geht davon aus, dass in den nächsten zwölf bis 18 Monaten für mindestens eine Million Flüchtlinge zusätzliche Wohnungen gebraucht würden. Es liege auch im Interesse gelingender Integration, dass Behelfsunterkünfte durch nachhaltige Lösungen ersetzt würden. Ziel müsse sein, nicht jedes Bauwerk einzeln zu planen, sondern Prototypen zu entwickeln, sagte der Wirtschaftsexperte. Diese müssten dann deutschlandweit und in Serie realisiert werden. So könnte in wenigen Monaten kostengünstiger Wohnraum geschaffen werden, meinte der Verbandschef.



Quelle: ots / Neue Osnabrücker Zeitung


178 Wörter im Bericht.

Wirtschaft (Top 10/365)

  • Automobilindustrie: Innovativ und zukunftssicher?
    Freitag, 11. Januar 2019

    Wirtschaftsminister Altmaier beklagt schwere Versäumnisse der deutschen Automobilindustrie: Die Branche sei bei Zukunftsthemen wie dem autonomen Fahren und Elektroautos nicht optimal aufgestellt,...

  • Handelsabkommen: Der freie Handel lebt
    Freitag, 01. Februar 2019

    Heute ist ein großer Tag für den freien Handel. Ab heute gilt das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan, zudem halten China und USA eine Einigung in ihrem Handelsstreit endlich für möglich....

  • Deutsche Wirtschaft lehnt Altmaiers Industriestrategie ab
    Samstag, 23. Februar 2019

    Deutschlands Industrie lehnt Pläne von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) klar ab, mit staatlicher Beteiligung "nationale Champions" zu schaffen. "Politische Eingriffe mit dem Ziel, bestimmte...

  • BASF: Gründlich verschätzt
    Dienstag, 09. Juli 2019

    In den vergangenen Tagen war im Markt geradezu stündlich mit einer Gewinnwarnung der BASF gerechnet worden. Die Investoren waren auf schlechte Nachrichten aus dem weltgrößten Chemiekonzern...

  • Handelsstreit: Zwei Milliarden Euro Verlust
    Montag, 13. Mai 2019

    Der US-China Handelskonflikt belastet die deutsche Exportwirtschaft. Bleiben die neuen US-Zölle bestehen, wird China reagieren – das kostet die deutschen Exporte im kommenden Jahr zwei Milliarden...

  • Nationale Industriestrategie 2030: Im Ansatz richtig
    Dienstag, 05. Februar 2019

    Die Industrie ist ein Zugpferd der deutschen Wirtschaft. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat deshalb eine neue Strategie vorgelegt, mit der er die politischen Rahmenbedingungen für die nächsten...

  • Autozölle: Gefahr für das deutsche Geschäftsmodell
    Montag, 18. Februar 2019

    Auch 2018 exportierte Deutschland in kein anderes Land so viel wie in die USA. Das könnte sich aber schnell ändern, wenn Trump tatsächlich hohe Strafzölle auf Autos einführt. Sollte der US-Präsident Autoimporte...

  • Reform der Grundsteuer muss endlich umgesetzt werden
    Mittwoch, 05. Juni 2019

    Vor dem Hintergrund anhaltender Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition drängen die Gewerkschaften auf eine schnelle Grundsteuerreform. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell...

  • Handelsstreit: Dicke Luft
    Dienstag, 08. Januar 2019

    Beim Treffen in Beijing wollen die USA und China endlich den Handelsstreit beilegen. Allerdings ist eine Einigung kaum zu erwarten, denn das US-Handelsbilanzdefizit ist weiter gestiegen und die...

  • Fusionspläne Deutscher Bank und Commerzbank: Mehr als 20.000 Arbeitsplätze im Feuer
    Montag, 18. März 2019

    Der Deutschen Bank und der Commerzbank stehen angesichts der Fusionspläne massive Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft bevor. Verdi-Chef Frank Bsirske erwartet eine "intensive und...