Sonntag, 09 Aug 2020
Insgesamt 685 Wohnungen wurden so angekauft.
Insgesamt 685 Wohnungen wurden so angekauft. Foto: Flo Karr
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Acht Berliner Bezirke haben im vergangenen Jahr in den Berliner Milieuschutzgebieten zusammen 29 mal ihr Vorkaufsrecht für Wohnhäuser ausgeübt. Insgesamt 685 Wohnungen wurden so angekauft. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe).

Wer hätte vor zehn Tagen noch gedacht, dass so etwas in einer 3,7 Millionen Einwohner zählenden Metropole vorstellbar wäre?
Foto: Achim Scholty

Berlin bleibt besonnen

Die Zahlen stammen aus dem noch nicht veröffentlichten Jahresbericht der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hervor, der "nd" vorliegt. Erstmals haben 2019 die Bezirke Lichtenberg und Reinickendorf in je einem Fall das Vorkaufsrecht ausgeübt.

Zum Vergleich: 2018 wurden in nur 21 Fällen Vorkaufsrechte ausgeübt, allerdings waren 758 Wohnungen betroffen. Siebenmal übten Genossenschaften 2019 Vorkaufsrechte aus, vor allem durch die "Diese eG". Sie übernahm Häuser in Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg. "Dies ist insofern bemerkenswert, als die Ausübung grundsätzlich zugunsten landeseigener Unternehmen erfolgen soll", heißt es im Jahresbericht.

In 61 Fällen unterzeichneten Käufer im Jahr 2019 sogenannte Abwendungsvereinbarungen. Sie verpflichten sich damit rechtsverbindlich zu erweitertem Mieterschutz und verzichten auf die Aufteilung von Häusern in Eigentumswohnungen. Diese Zusagen gelten bis zu 30 Jahre lang. 2018 wurden noch 74 solcher Abwendungsvereinbarungen unterzeichnet.

Quelle: ots/neues deutschland
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