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Dulig: Pegida bereitet den Boden für Angriffe auf Mitmenschen

Massiven wirtschaftlichen und kulturellen Schaden für Sachsen attestiert Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) der Pegida-Bewegung. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte Dulig: "Die Grenze des Zumutbaren für den Staat ist mit Pegida längst überschritten. Jetzt ist die Staatsanwaltschaft dran."

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Regio-News.
Foto: Aeggy / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Massiven wirtschaftlichen und kulturellen Schaden für Sachsen attestiert Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) der Pegida-Bewegung. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte Dulig: "Die Grenze des Zumutbaren für den Staat ist mit Pegida längst überschritten. Jetzt ist die Staatsanwaltschaft dran."

Der massive wirtschaftliche und kulturelle Schaden "ist längst eingetreten". Internationale Wissenschaftler und Fachkräfte seien nur noch schwer für Sachsen zu gewinnen. Pegida trage die Verantwortung dafür, "dass in Sachsen eine Stimmung entstanden ist, in deren Folge sich Menschen das Recht herausnehmen, andere mit Hass und Verachtung und Gewaltandrohung zu verfolgen". Das sei die Vorstufe zum direkten Angriff auf Mitmenschen. Für diese Stimmungslage trage Pegida die Verantwortung.

In der Flüchtlingspolitik forderte Dulig "eine Atempause". Deutschland sei "rein organisatorisch an der Belastungsgrenze". Er wisse nicht, ob das Boot voll sei, "richtig ist aber: wir schaffen es zurzeit nicht mehr." Zumal die große Integrationsaufgabe erst noch bevorstehe. Der Staat brauche deshalb eine Atempause, um sich zu organisieren. Man dürfe die Flüchtlingsfrage "nicht nur mit dem Herzen sondern auch mit dem Verstand" beantworten. Wer gut integrieren wolle, müsse den Flüchtlingsstrom jetzt eindämmen. "Es nutzt kein Drumherumgerede", sagte Dulig. Zugleich verwies er darauf, dass die vielen Flüchtlinge aber auch gerade für Ostdeutschland "eine riesengroße Chance" seien, "endlich einmal auch den konkreten Umgang mit Vielfalt zu erleben". Der Politiker verwies darauf, dass Sachsen einen Ausländeranteil von lediglich 2,5 Prozent habe.



Quelle: ots / Leipziger Volkszeitung