Ein Tag für alle Bienen- und Honigfreunde in Berlin

Foto: maxgrafix / CC0 via Pixabay

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Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus ca. 40.000 - 60.000 Bienen. Ein Teil davon zieht am kommenden Wochenende ins Bundespresseamt (BPA) in einen Schaukasten ein, das genauso wie das Bundeskanzleramt und die Bundesministerien zum 18. Mal am 27./28. August für interessierte Bürgerinnen und Bürger seine Türen öffnet.

Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto "Ein Tag für alle". Von jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr kann man den Regierungsalltag näher kennenlernen, sich bei Experten zu verschiedensten Themen informieren und das vielfältige Unterhaltungsprogramm für Erwachsene und Kinder nutzen.

Der Deutsche Imkerbund e. V. (D.I.B.), größter europäischer Bienenzuchtverband mit derzeit ca. 105.000 Mitgliedern, beteiligt sich zum fünften Mal am Aktionswochenende in Berlin. D.I.B.-Geschäftsführerin Barbara Löwer: "Das Interesse für die Bienen in der Bevölkerung ist erfreulicherweise seit zehn Jahren ungebrochen hoch und es gibt bundesweit mehr Imkerinnen und Imker. In den Großstädten wachsen die Zahlen überdurchschnittlich. Dadurch haben wir mittlerweile die Situation, dass die Bienendichte dort sehr hoch ist und z. B. die Gefahr der Ansteckung bei Bienenkrankheiten steigt.

Auch ist die Akzeptanz der Nachbarn nicht selbstverständlich, wenn Bienen in unmittelbarer Nähe auf dem Balkon gehalten werden.

Deshalb ist unsere klare Botschaft in den kommenden Tagen in Berlin: Es muss nicht jeder Imker werden, um etwas Gutes für Bienen zu tun. Vielmehr sollte jeder sein nahes Umfeld genau betrachten und schauen, ob vielfältige Nahrungs- und Nistmöglichkeiten für Blüten besuchende Insekten vorhanden sind oder wie man diese verbessern kann."

Wie das ganz einfach geht, beantwortet am D.I.B.-Infostand im Innenhof des Presse- und Informationsamtes u. a. Dr. Benedikt Polaczek, Vorsitzender des Imkerverbandes Berlin e. V. Für die Besucherinnen und Besucher gibt es eine Reihe an Informationsmaterial, z. B. welche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon sich besonders als Bienenfutter eignen. Gerade im Spätsommer finden die Insekten nicht genügend Nahrung. Dann ist ein reichliches Pollen- und Nektarangebot aber besonders wichtig, damit das Bienenvolk gestärkt in den Winter gehen kann.

Die Besucher können aber auch ins lebende Bienenvolk schauen, denn dazu hat man nicht jeden Tag die Gelegenheit.

Und welches tolle Produkt die Insekten neben der so wichtigen Bestäubungsleistung produzieren, das kann jeder, der möchte, schmecken. Zum Probieren gibt es einen Waldhonig aus Bayern und einen typischen Stadthonig aus Berlin.

Zur Vermarktung ihrer regionalen Produkte nutzen die Mitglieder des D.I.B. die verbandseigene Marke "Echter Deutscher Honig". Das Imker-Honigglas mit dem grünen Kreuz ist seit 91 Jahren auf dem Lebensmittelmarkt und damit eine der ältesten eingetragenen Warenzeichen, das die Mehrheit der Verbraucher als geprüfte Premiumqualität kennt.

"Leider können wir nur 20 Prozent des Inlandsbedarfes abdecken", so Löwer. "Wir möchten die Besucher informieren, worin sich regionaler Honig vom Imker gegenüber Auslandsware beim Discounter unterscheidet. Aber auch eine Botschaft ist uns wichtig: Honig lässt sich importieren, die Bestäubungsleistung nicht."



Quelle: ots/Deutscher Imkerbund


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