Dienstag, 22 Sep 2020
NABU/Bärbel Rogoschik
 1 Minute Lesezeit  197 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Wie schon im Jahr 2015, so gibt es auch in diesem Jahr erneut einen Weißstorch, der Gummibänder aufgenommen hat. Dieser Jungstorch, den das NABU-Artenschutzzentrum Leiferde mit einem gebrochenen Flügel eingeliefert wurde und aus dem Nest an der Braunschweigerstraße in Wendeburg stammt, scheidet runde als auch lange Gummibäder aus.

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Foto: Bundesarchiv, Bild 102-14271B / CC-BY-SA 3.0

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„Störche verwechseln Gummibänder scheinbar mit Würmern,“ berichtet Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, „können diese jedoch nicht verdauen und scheiden sie im besten Falle wieder aus. Was an Schadstoffen im Körper verbleibt, ist ungewiss. Die Gefahr besteht des Weiteren in einer Verklumpung der Gummibänder, wie wir es im Jahr 2015 bei einem Jungstorch hatten. Damals haben wir über 130 Gummibänder einem Jungstorch aus dem Hals gezogen, an denen er zu ersticken drohte“.

Auch auf dem Nest an der Deponie Wolfsburg wurde im Juli diesen Jahres von Herrn van Heukelum beobachtet, wie zwei Jungstörche eifrig Gummibänder aufnahmen, die ihnen von den Eltern wohl ins Nest gebracht wurden. Wollen wir hoffen, dass der junge Weißstorch im NABU-Artenschutzzentrum alle Gummibänder auf natürlichem Wege los wird und nicht noch mehr Störche durch Gummibänder in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Fazit: Auch kleine weggeworfene Dinge können verheerende Folgen für andere Lebewesen haben.



Quelle: NABU


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