Dienstag, 22 Sep 2020
Nationalpark-Forstwirt Klaus-Dieter Kahn bei der Buchenpflanzung im Eckertal
 1 Minute Lesezeit  172 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Seit Anfang April werden in den Wäldern des Nationalparks Harz wieder Buchen gesetzt, ca. 200.000 Pflanzen sind geplant.

Kreative Gedanken aus einer "Klausur" könnten der Einzelne sowie die Gesellschaft auch heute gut gebrauchen.
Foto: visuals

Gesellschaftliche Folgen der Corona-Krise

Insbesondere in den strukturarmen Fichtenforsten der mittleren Höhenlagen soll die Buche zurückkehren. Gerade in diesen Bereichen fehlt es an ausreichend Samenbäumen, damit sich die Buche selbst verjüngen und ausbreiten kann. Deshalb gibt der Mensch der Natur „einen Schubs“ in Richtung mehr Naturnähe. Die gepflanzten Buchen sollen die Samenbäume der kommenden Waldgenerationen werden. Es wird ein spannender Prozess eingeleitet, aus dem sich kommende Nationalparkwälder entwickeln werden.

Deutschland hat für die Buche eine besondere Verantwortung. Ca. zwei Drittel der Landfläche Deutschlands waren mit Buchenwäldern bestockt. Heute gibt es nur noch sehr wenige naturnahe Buchenwälder in Deutschland, insgesamt beträgt die Buchenwaldfläche nur noch 15 %.

Im Nationalpark Harz wären die Höhenlagen bis ca. 750 m über NHN von Natur aus mit Laubwäldern und Laubmischwäldern bestockt. Indem wieder Buchen gepflanzt werden, erfüllen wir auch einen Teil der internationalen Kriterien für sogenannte Entwicklungsnationalparke, Pflanzen- und Tierarten wieder zurück zu bringen und somit mehr Naturnähe zu erreichen.



Quelle: Nationalpark Harz


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