Es war richtig, Schulen und Kitas zu schließen, um dem Gesundheitswesen Zeit zu geben, sich auf die Pandemie vorzubereiten. Nun ist es an der Zeit, verantwortungsvoll wieder zu starten.
Es war richtig, Schulen und Kitas zu schließen, um dem Gesundheitswesen Zeit zu geben, sich auf die Pandemie vorzubereiten. Nun ist es an der Zeit, verantwortungsvoll wieder zu starten. Foto: Taken / CC0 (via Pixabay)
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Die Hoffnung vieler Eltern ist groß. Nun will NRW sagen, wie es mit Schulen und Kitas weitergeht. Klar ist, dass es keine schnelle Rückkehr zur Normalität geben kann, die Pandemie ist noch nicht vorbei. Das Verhalten der Bürger zu Ostern und die Entwicklung der Infektionszahlen zeigen aber, dass die Menschen lernen, mit der Pandemie zu leben. Darum ist es richtig, dass die Landesregierung nun die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas plant. Denn was ist die Alternative? Man kann die Einrichtungen nicht schließen, bis ein Impfstoff auf dem Markt ist. Bis dahin wird es noch Monate dauern. Theoretiker mögen einen langen Lockdown wünschen. Doch das Leben in Familien sieht anders aus: Eltern, die sich zwischen Homeoffice und Betreuung zerreißen oder nicht wissen, wer die Kleinen hütet, wenn der Jahresurlaub verbraucht ist, benötigen ebenso eine Perspektive wie Schüler, die Abschlussprüfungen machen.

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Es war richtig, Schulen und Kitas zu schließen, um dem Gesundheitswesen Zeit zu geben, sich auf die Pandemie vorzubereiten. Nun ist es an der Zeit, verantwortungsvoll wieder zu starten. Dazu brauchen Schulen und Kitas klare Ansagen: Welche Jahrgänge sollen wann kommen? Soll es Blockunterricht geben, um eine Ballung von Schülern zunächst zu vermeiden? Wie viel Präsenzunterricht muss sein und was kann digtal bleiben? Wie schützt man Lehrer und Erzieher, die zur Risikogruppe gehören? Zudem braucht man eine vernünftige Ausstattung der sanitären Anlagen, hier rächen sich die Versäumnisse vieler Städte in der Vergangenheit. Klassenfahrten dürften bis auf weiteres ausfallen. Was man nicht braucht, ist eine Maskenpflicht: Ein Staat, der seine Bürger nicht ausreichend versorgen kann, kann deren Nutzung auch nicht verlangen. Schulpolitik ist Landessache - nun kann NRW zeigen, was es kann.

Quelle: ots/Rheinische Post
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