Sonntag, 09 Aug 2020
Niedersachsens Gesundheitsministerin Reimann macht den Bürgern in der Corona-Krise keine Hoffnungen auf zügige Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen.
Niedersachsens Gesundheitsministerin Reimann macht den Bürgern in der Corona-Krise keine Hoffnungen auf zügige Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen. Foto: PDPics / CC0 (via Pixabay)
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Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) macht den Bürgern in der Corona-Krise keine Hoffnungen auf zügige Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen. Sie könne die Sehnsucht, sich mit Freunden und der Familie endlich mal wieder in größerer Runde zu treffen, nachvollziehen, sagte die SPD-Politikerin im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ), fügte aber hinzu: "Ich fürchte allerdings, dass uns gerade die Kontaktbeschränkungen noch eine Weile begleiten werden. Solange es keinen Impfstoff gegen das Virus gibt, sind sie einfach unser wirksamstes Mittel."

Karl-Josef Laumann
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Schwarz-Gelb verspielt Vertrauen

Sie sei der festen Überzeugung, dass die Reduzierung der physischen Kontakte der Menschen untereinander das wichtigste und effektivste Instrument bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie sei, sagte Reimann, stellte aber Lockerungen für Kliniken in Aussicht. Das Land arbeite derzeit intensiv an einem Konzept, um Krankenhäusern wieder planbare Operationen ermöglichen zu können.

Überdies räumte Reimann ein, dass ihr Haus bei der Beschränkung sozialer Kontakte kürzlich übereifrig gewesen sei. In einer von der Ministerin unterzeichneten Verordnung hieß es zum Besuchsverbot, dass Kontakte innerhalb der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück auf die Angehörigen des eigenen Hausstandes zu beschränken seien. Das Vorgehen indes war mit der Staatskanzlei nicht abgesprochen, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kassierte die weitreichende Beschränkung umgehend wieder. Der Fehler sei unter Zeitdruck passiert, erklärte Reimann und bekräftigte: "Wir machen das alles nicht aus Spaß oder weil wir so gerne Grundrechte beschneiden. Wir versuchen, mit unseren Maßnahmen in einer unglaublich schwierigen Situation und unter hohem Druck so viele Menschenleben wie möglich zu retten."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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