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Niedersächsische Grüne bemängeln "eklatante Versäumnisse des Kultusministeriums" bei Inklusion

Julia Willie HamburgFoto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Niedersachsen

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Niedersächsische Grüne bemängeln "eklatante Versäumnisse des Kultusministeriums" bei Inklusion

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Die niedersächsischen Grünen kritisieren, es gebe "eklatante Versäumnisse des Kultusministeriums" in Sachen Inklusion. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" begründete die bildungspolitische Sprecherin der Partei, Julia Willie Hamburg: "Die Zahl der Schüler und Schülerinnen, die eine Förderschule besuchen, ist - mit Ausnahme der Förderschule Lernen - nahezu konstant geblieben." Das gehe aus der Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der Grünen hervor.

Hamburg verwies auf die UN-Behindertenkonvention, die seit elf Jahren in Kraft ist und darauf, dass Eltern in Niedersachsen seit 2013 entscheiden können, ob ihr Kind eine Förderschule besucht oder nicht. "Vor dem Hintergrund ist der Status Quo aus der Antwort auf unsere Anfrage ernüchternd", erklärte Hamburg. "Das Zwischenzeugnis lautet nach dieser Antwort der Landesregierung schlicht und einfach: Mangelhaft."

Gleichzeitig sei die Zahl der Kinder mit Förderbedarf an inklusiven Schulen angestiegen, die Landesregierung wisse jedoch nicht, welche staatlichen Mittel an den einzelnen Schulen tatsächlich ankommen. "Die Ausstattung der Ressourcen zur sonderpädagogischen Förderung sind nicht bekannt und transparent", erklärte Hamburg. So sei nicht klar, wie viele pädagogische Mitarbeiter an inklusiven Schulen arbeiten.

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen kritisierte: "Insgesamt zeigt die Landesregierung viel zu wenig Verantwortung und Ambition. Sie hat kein Konzept, mit dem sie erreichen will, dass die Beschulung von Kindern mit Förderbedarf an den Schulen gelingt und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wirklich umgesetzt werden kann." Hamburg schloss: "Die Landesregierung muss endlich handeln und darf die Schülerinnen und Schüler und die Schulen nicht länger allein lassen."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
242 Wörter im Bericht.

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