Antje Feiks
Antje Feiks Foto: DIE LINKE. Sachsen / CC BY 2.0 (via Flickr)
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Das schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen macht der LINKEN zu schaffen - finanziell, personell und strategisch. Die Landesvorsitzende der Partei, Antje Feiks, kündigte im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe) eine intensive Analyse der Ursachen für den Absturz auf 10,4 Prozent der Wählerstimmen an. Auf einem Landesparteitag im November soll nach ihren Angaben ein programmatisches Papier für das künftige Handeln der Partei beschlossen werden, in dessen Erarbeitung alle "Strömungen und Gruppen" in der sächsischen LINKEN einbezogen werden sollen.

Neugewählte nationalsozialistische Abgeordnete begeben sich in den Reichstag (30. August 1932)
Foto: Bundesarchiv, Bild 102-13804 / CC-BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Radikale AfD-Ausgrenzung hilft nicht weiter

Da die Partei infolge des Einbruchs bei der Wahl 13 Parlamentssitze weniger hat, will sie Feiks zufolge "in Absprache mit den Abgeordneten in Land- und Bundestag sowie im Europaparlament" absichern, "dass es thematisch zumindest keine weißen Flecken gibt". Trotz der in großstadtfernen Regionen besonders schlechten Wahlergebnisse hält Feiks die Arbeit der LINKEN dort für dringend nötig: "Wir gewinnen im ländlichen Raum keine Wahlen, aber wir können sie dort verlieren." Zwei Drittel der Sachsen lebten dort, und es brauche linke Antworten zu "Nahverkehr, ärztlicher Versorgung und vielem mehr". Man müsse jedoch genau überlegen, wie man Ressourcen künftig einsetze, so Feiks. Denkbar wären aus ihrer Sicht mobile Büros.

Mit Blick auf die Ursachen der Wahlniederlage sagte die LINKE-Politikerin, an der Parteibasis gebe es viel Unzufriedenheit über "unser Verständnis von Opposition". "Wir reden die Rolle selbst schlecht; im Kern ist Opposition aber etwas Gutes", sagte Feiks. Die Landtagsfraktion habe kompetent gearbeitet, es hätten aber oft "Biss und ein roter Faden" gefehlt. "Wir müssen es besser schaffen, unsere Themen mit einer fundamentalen Kritik am Kapitalismus zu verbinden", betonte die Abgeordnete.



Quelle: ots/neues deutschland
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