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Schwere Mängel beim Berliner Katastrophenschutz

Foto: Sven Bachström / CC0 (via Pixabay)

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Schwere Mängel beim Berliner Katastrophenschutz

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Der Stromausfall in Berlin-Köpenick offenbarte nach Recherchen des ARD-Magazins KONTRASTE schwerwiegende Mängel im Berliner Katastrophenschutz.

So fehlt es mindestens 37 Wachen der Freiwilligen Feuerwehr an einer eigenen stationären Notstromversorgung. Mit mehr als 1.450 Einsatzkräften stellt sie eine tragende Säule des Katastrophenschutzes dar. Der leitende Branddirektor der Berliner Feuerwehr, Frieder Kircher, sagte gegenüber KONTRASTE, ohne Notstromaggregate werde "auch unser Hilfeleistungssystem nach einer ganz bestimmten Zeit zusammenbrechen". Bei einem großflächigen Blackout rechne er bereits in den ersten 24 Stunden mit Todesopfern. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sieht zwar "keine akute Gefährdung", will dem Hinweis aber nachgehen.

Die Recherche ergibt ebenso gravierende Mängel in der Notfall-Kommunikation. Laut dem Katastrophenschutzbeauftragten des DRK Berlin, Hardy Häusler, gebe es bei einem flächendeckenden Blackout keine ausreichende Kommunikationsmöglichkeit, um freiwillige Helfer zu alarmieren. Innensenator Geisel teilte in diesem Zusammenhang nun auf Anfrage des ARD-Magazins KONTRASTE mit, für die freiwilligen Helfer brauche es zusätzliche 1.300 digitale Funkgeräte. Zu den Kosten von einer halben Million Euro sagte er wörtlich: "Das sollten wir bewältigen können."

Heute Abend um 21 Uhr 15 sendet das rbb-Fernsehen die Reportage "Blackout Berlin - Wie verwundbar ist die Hauptstadt". Sie bildet den Auftakt der neuen Sendereihe "Kontraste - Die Reporter" im rbb.



Quelle: ots/Rundfunk Berlin-Brandenburg
206 Wörter im Bericht.

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