Gebäude der Siemens-Hauptverwaltung in der Nonnendammallee
Gebäude der Siemens-Hauptverwaltung in der Nonnendammallee Foto: Alexrk2 / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
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Der Weltkonzern Siemens macht ernst. Die Siemensstadt 2.0. wird konkret. Aus einem Industrieareal an der Nonnendammallee, das für Jahrzehnte hinter Zäunen verborgen lag und nur den Mitarbeitern zugänglich war, soll ein lebendiger Stadtteil entstehen. Mit einer "neuen Berliner Mischung" aus Räumen zum Arbeiten und Tüfteln, aber eben auch zum Leben, Lernen und Wohlfühlen.

Qassem Soleimani
Foto: Tasnim News Agency / CC BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Ein Angriff wie eine Kriegserklärung

Mit der Präsentation des Siegerentwurfs im städtebaulichen Wettbewerb für die 70 Hektar des Siemens-Campus hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Über Details der Raumaufteilung wird sicherlich weiter diskutiert werden. Auch die konkrete Gestalt der Gebäude harrt darauf, von Architekten entworfen zu werden. Aber klar ist: In Siemensstadt entsteht ein komplettes Stadtviertel. Es ist ein urbanes Quartier, sogar mit einem echten Hochhaus, und kann als solches Vorbild sein für andere große neue Stadtteile, die in Berlin in den kommenden Jahren entstehen werden.

Das Campus-Projekt taugt aber vor allem wegen seiner entschlossenen Umsetzung als Vorbild für andere Projekte in der Stadt. Von den ersten Gesprächen bis zur Jury-Entscheidung vergingen nur anderthalb Jahre. 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen. Eine solche Dynamik wünschte man sich für andere Bauvorhaben. Da sieht man, was geht, wenn ein starker Partner mit an Bord ist und Berlins Verwaltung sich im Wettbewerb mit anderen Standorten befindet. Sich hier behauptet zu haben, ist ein großer Schritt für Berlins Politik und Administration. Wo einst der Sohn des Konzerngründers Werner von Siemens auf sumpfigen Wiesen eine Stadt für Wohnen und Arbeiten ersonnen hatte, wird nun ein Ort der Zukunft errichtet. Es gibt schlechtere Erzählungen für Berlin und für Siemens.



Quelle: ots/Berliner Morgenpost
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