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Tarifbindung im niedersächsischen Handel geht zurück

Foto: Igor Ovsyannykov / CC0 (via Pixabay)

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Tarifbindung im niedersächsischen Handel geht zurück

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Immer weniger Handelsbetriebe in Niedersachsen sind tarifgebunden. Die Zahl der Unternehmen mit Tarifbindung ist zwischen 2009 und 2018 von etwa 15.000 auf etwa 12.000 gesunken. Damit unterlag zuletzt nicht einmal mehr jeder dritte Handelsbetrieb (30 Prozent) der Tarifbindung, nach 36 Prozent neun Jahre zuvor. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt.

Linken-Abgeordnete Jutta Krellmann appellierte an die schwarz-rote Koalition, tätig zu werden. "Tarifverträge müssen für allgemein verbindlich erklärt werden können, auch gegen den Willen der Arbeitgeber. Starke Gewerkschaften und starke Betriebsräte bleiben der beste Schutz gegen Lohndumping", sagte die Abgeordnete aus Hameln.

Allerdings zeigen die Zahlen auch, dass die Tarifbindung der Handelsbetriebe in Niedersachsen nach wie vor weiter verbreitet ist als anderswo. Im Ländervergleich teilte Niedersachsen sich den zweiten Platz mit Nordrhein-Westfalen hinter Spitzenreiter Rheinland-Pfalz. Dort waren 36 Prozent der Handelsbetriebe tarifgebunden. Der Bundesdurchschnitt lag im vergangenen Jahr bei 22 Prozent. Dabei gilt: Je kleiner ein Betrieb, desto seltener die Tarifbindung. Die Bundesregierung beruft sich auf Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), einer Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
193 Wörter im Bericht.

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