Thüringen: Grippewelle treibt Krankenstand hoch

Der Freistaat ist nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt das Bundesland mit dem dritthöchsten Krankenstand.Foto: DAK

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In Thüringen sind die Fehltage im Job im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung aller Krankmeldungen der DAK-Gesundheit kletterte der Krankenstand von 4,9 auf 5,3 Prozent. Der Anstieg ist damit deutlich stärker als im Bundesschnitt. Der Freistaat ist nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt das Bundesland mit dem dritthöchsten Krankenstand (Bund: 4,2 Prozent). Vor allem die starke Grippewelle zu Beginn des Jahres machte den Menschen in Thüringen zu schaffen.

Die Anzahl der Fehltage aufgrund von schweren Atemwegserkrankungen wie grippale Infekte oder Bronchitis stieg um über zehn Prozent und war damit landesweit die zweithäufigste Ausfallursache. Bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der DAK-Gesundheit verursachen sie rund 326 Fehltage, 30 Tage mehr als 2017. "Erkältungswellen gibt es immer wieder", sagt Marcus Kaiser, Landeschef der DAK-Gesundheit in Thüringen. Der Krankenstand hängt vor allem davon ab, wie stark diese ausfallen. 2018 ging gut jeder sechste Fehltag auf Schnupfen, Grippe und Co zurück."

Die meisten Fehltage entfielen aber nach wie vor auf Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen. Sie hatten einen Anteil am gesamten Krankenstand in Thüringen von über 21 Prozent. Verletzungen und Vergiftungen stiegen um 16 Prozent an und landeten damit auf Platz drei der häufigsten Ausfallursachen.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands und versichert rund 135.000 Menschen in Thüringen. Für die Analyse wurden die Daten von rund 60.000 erwerbstätigen Mitgliedern der DAK-Gesundheit in Thüringen durch das IGES Institut ausgewertet.



Quelle: ots/DAK


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