Samstag, 19 Sep 2020
Das alles bedeutet einen beträchtlichen Aufwand und ein hohes Risiko.
Das alles bedeutet einen beträchtlichen Aufwand und ein hohes Risiko. Foto: Carola68 / CC0 (via Pixabay)
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Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) setzt sich über die Bedenken sämtlicher Lehrerverbände hinweg und startet den Regelbetrieb in den Grundschulen ab dem 15. Juni. Bis zu den Sommerferien sind es dann noch zwei Wochen. Zieht man Zeugniskonferenztage ab und jene Tage, die nach dem aktuellen rollierenden System ohnehin für den Schulbesuch vorgesehen waren, werden die Kinder damit in manchen Schulen lediglich auf vier oder fünf Tage zusätzlichen Unterricht kommen. Um das zu gewährleisten, müssen die Schulleiter aber nun bis zum 15. Juni ein völlig neues Konzept entwickeln. Abstandsregeln sind in der Grundschule künftig passé, stattdessen müssen feste Lerngruppen eingeführt werden, die sich auch in den Pausen und auf den Gängen nicht neu mischen dürfen. Ebenso muss die Ganztagsschule einschließlich Verpflegung organisiert werden.

Untersuchung der Absturzstelle von MH-17 durch Niederländische und Australische Ermittler.
Foto: Ministerie van Defensie / CC0 (via Wikimedia Commons)

Eiskalt und unmenschlich

Das alles bedeutet einen beträchtlichen Aufwand und ein hohes Risiko - für Lehrer, Schüler, Eltern und Großeltern: Ob Kinder tatsächlich weniger ansteckend sind als Erwachsene, ist unter Wissenschaftlern nach wie vor umstritten. Die Verantwortlichen sollten die verbleibenden Tage in diesem Schuljahr besser nutzen, um sich auf die Zeit nach den Sommerferien zu konzentrieren. Denn es ist absehbar, dass ein Normalbetrieb auch im Herbst noch mit Unsicherheiten behaftet ist. Bis dahin muss der digitale Unterricht ausgereift sein.

Doch nicht einmal in den Sommerferien ist die Betreuung der Kinder bisher gesichert - Ferienangebote werden reihenweise abgesagt. Auch hier wäre ein Konzept vordringlich. Das Betreuungsproblem in den Sommerferien belastet die Eltern sehr. Mehr, als ihnen im Zweifel vier oder fünf zusätzliche Schultage bringen.

Quelle: ots/Rheinische Post
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