Aber was ist, wenn der Grund für die steigenden Zahlen nicht so einfach lokalisierbar ist?
Aber was ist, wenn der Grund für die steigenden Zahlen nicht so einfach lokalisierbar ist? Foto: bernswaelz / CC0 (via Pixabay)
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Berlins Corona-Ampel steht auf Grün. Alle drei Indikatoren, die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci heranzieht, um die Pandemie zu beurteilen, verzeichnen niedrige Werte.

Helmut Kohl
Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F082413-0020 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0

Was notwendig und richtig wäre

Was sich die Gesundheitssenatorin ausgedacht hat, hat einige Vorteile: 1. Die Ampel ist als Modell leicht nachzuvollziehen. Jeder versteht das Grün-Gelb-Rot-Prinzip. 2. Das jetzt eingeführte Warnsystem ist transparent. Kalayci konnte gut nachvollziehbar argumentieren, wie es zu den Grenzwerten kam.

Allerdings sind einige Punkte noch offen. Um im Ampelbild zu bleiben: Wie biegt Berlin bei Gelb ab? Was wird bei Rot gestoppt? Jeder weiß, dass das erneute flächendeckende Schließen aller Restaurants und Geschäfte den wirtschaftlichen Ruin Tausender Menschen bedeuten würde. Ein Pflegeheim, in dem es einen Ausbruch gibt, kann man schließen.

Aber was ist, wenn der Grund für die steigenden Zahlen nicht so einfach lokalisierbar ist? Welche der gerade beschlossenen Lockerungen werden dann wieder gestoppt? Das ist das eigentliche Problem, auf das der Senat noch keine Antwort hat.

Quelle: ots/Berliner Morgenpost
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