Weniger Sonntagsarbeit in Niedersachsen

Foto: Jan Reimann / CC0 (via Pixabay)

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Im vergangenen Jahr haben Arbeitnehmer in Niedersachsen deutlich weniger sonntags gearbeitet als noch im Jahr zuvor: Insgesamt 2895 Genehmigungen hat die zuständige staatlichen Gewerbeaufsicht Niedersachsen 2018 erteilt, wie das Sozialministerium auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mitgeteilt hat. Im Jahr zuvor waren es noch 3462.

Ein Rückgang der Mehrarbeit zeichnet sich in diesem Jahr bundesweit auch mit Blick auf die Zahl der bezahlten und unbezahlten Überstunden ab. Sie sind laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im ersten Quartal um jeweils 0,4 Stunden gesunken.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist das noch kein Grund zum Jubeln. "Der Rückgang der Überstunden im ersten Quartal 2019 ist erfreulich, aber letztlich nur minimal und noch lange kein Trend. Die Zahl der unbezahlten Überstunden schwankt, bewegt sich aber in den letzten zehn Jahren immer um die Marke von einer Milliarde", so DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach gegenüber der "NOZ".

In 2018 hätten die Beschäftigten mit 1,075 Milliarden deutlich mehr unbezahlte Überstunden geleistet als in den fünf Jahren zuvor. "Die hohe Zahl der unbezahlten und auch bezahlten Überstunden von insgesamt rund zwei Milliarden pro Jahr ist kein einmaliger oder vorübergehender Spitzenwert, sondern ein anhaltendes Hochplateau."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

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