Freitag, 10 Jul 2020
Foto: DFID / CC BY 2.0 via Flickr
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Täglich müssen Kinder im umkämpften Aleppo um ihr Leben fürchten und ihnen fehlen Nahrung, Trinkwasser sowie Sicherheit. "Gerade jetzt benötigen sie aber auch Bildung", sagt die Nothilfe-Koordinatorin der SOS-Kinderdörfer in Syrien, Katharina Ebel. "Ohne Unterricht, Aktivitäten und die Möglichkeit, ihre Freunde zu sehen, verlieren die vom Krieg traumatisierten Kinder den Lebensmut. Wenn wir uns nicht um sie kümmern, bleibt ihnen nur, jede Sekunde an die schreckliche Situation in Aleppo zu denken."

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Nur 686 der vor dem Kriegsbeginn 4040 Schulen in Aleppo gäbe es noch, so Ebel. Lediglich 17 Prozent der Kinder gingen in eine Grundschule und 26 Prozent zu einer weiterführenden Lehranstalt. "Wir werden zwei Schulen in Aleppo wiedereröffnen und in einer dritten übergangsweise Unterricht anbieten." Viele Kinder hätten laut Ebel noch nie oder seit Jahren keine Schule mehr von innen gesehen.

"Sie kommen zu unseren Mitarbeitern und bitten uns, ihnen Lesen und Schreiben beizubringen. Ein Mädchen erklärte, dass sie so nicht mehr leben wolle, weil sie die ständige Angst und Erniedrigung nicht mehr ertragen könne", berichtet die SOS-Nothilfe-Koordinatorin: "Deshalb tun wir alles, was in unserer Macht steht, um den Kindern Schutz, Nahrung und Beschäftigung zu geben. Wir dürfen sie nicht in Aleppo im Stich lassen."

Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind mit einem Nothilfe-Team in Aleppo und versorgen die Menschen dort mit Trinkwasser, Essen, Kleidung und weiteren lebenswichtigen Utensilien.



Quelle: SOS-Kinderdörfer


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