Entwicklung heißt Widerstand

Foto: Adam Cohn / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

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Der ugandische Ökonom und Publizist Yash Tandon hat die Politik des Westens gegenüber Afrika scharf kritisiert.

"Die EU macht sich im Moment Sorgen wegen der nach Europa kommenden Flüchtlinge. Man sollte diese knapp 1,5 Millionen Zufluchtsuchende 2015 mal den 50 bis 100 Millionen Afrikanern gegenüberstellen, die ihre berufliche Existenz durch die Austeritätsprogramme des Internationalen Währungsfonds verloren haben", sagte Tandon der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe).

"Selbst in Deutschland wird nicht ernsthaft darüber diskutiert, dass Handel Krieg ist und die Menschen in die Flucht treibt und nicht nur Kriege an sich", kritisierte Tandon die globale Welthandelsordnung. Der Welthandelsorganisation (WTO) kann der Mitbegründer der freihandelskritischen Organisation SEATINI nichts Positives abgewinnen: "Sobald es um das Festschreiben von Abkommen geht, regiert die rohe Gewalt: Ihr wollt Entwicklungshilfe, ihr wollt Erdöl? Unterzeichnet oder es gibt nichts. Diese Erpressungsstrategie funktionierte bei allen WTO-Gipfeln mit Ausnahme von Seattle 1999 und Hongkong 2003", erklärte der Autor des Buches "Handel ist Krieg".

Seine Strategie zur Änderung der Machtverhältnisse: »Die Macht den Menschen« ist nicht nur ein Slogan. "Dafür müssen die Institutionen grundlegend demokratisiert werden. Und bis dahin bleibt uns nur zu widerstehen... Der Widerstand hat die kolonialisierten Länder in die formale Unabhängigkeit gebracht.

Entwicklung heißt Widerstand."



Quelle: ots/neues deutschland


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