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Freitag, 29 Mai 2020
Gericht - Bexar County, Texas
Gericht - Bexar County, Texas Foto: Mr.Z-man / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  373 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Eine Jury in Bexar County, Texas, hat der Familie eines 11-jährigen Jungen 124,5 Millionen US-Dollar zugesprochen. Der Junge hatte vier Jahre zuvor schwere Kopfverletzungen erlitten, als der Fahrersitz des Audi A4 seines Vaters bei einem Auffahrunfall brach. Das Urteil wurde am 2. März 2016 in San Antonio, Texas, gefällt.

Andrea Nahles
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

In der SPD herrscht das Prinzip Zufall

Die Jury war der Auffassung, dass die Audi AG und die Volkswagen Group of America, Inc. die Hauptverantwortung an dem Unfall trügen und sprach der Familie insgesamt 124.496.993,97 US-Dollar zu. Jessie Rivera Jr. hatte katastrophale Verletzungen davongetragen hatte, unter anderem einen schweren Hirnschaden, eine teilweise Lähmung sowie Blindheit. Aus Beweisstücken des Falles ging hervor, dass der 11-jährige verletzt worden war, als das Auto, in dem er als Passagier mitfuhr, von hinten angefahren wurde und die Rückenlehne seines am Steuer sitzenden Vaters unerwartet brach und nach hinten fiel, so dass Körper des Vaters den Jungen am Kopf traf.

Ein Fall mit ähnlichem Sachverhalt wird nun in Kalifornien gegen Audi und Volkswagen verhandelt. Die Problematik von nach hinten kippenden Rückenlehnen ist seit mehr als 20 Jahren wohlbekannt. Am 16. Februar 1992 strahlte die CBS-Sendung "60 Minutes" einen Bericht über das Problem nach hinten kippender Rückenlehnen aus. Bei Auffahrunfällen bieten die Rückenlehnen - und nicht Airbags oder andere Rückhaltesystem - den elementaren Schutz vor Verletzungen.

Die Familie wurde vor Gericht durch die Anwaltskanzlei Wigington Rumley Dunn und Blair aus Corpus Christi, Texas, vertreten, deren Schwerpunkt auf Automobildefekten liegt, sowie durch The Law Offices von Fidel Rodriquez Jr. aus San Antonio.

"Diese Art von Automobildefekt ist seit über 20 Jahren bekannt", so Jeff Wigington, Seniorpartner der Kanzlei Wigington Rumley. "Als '60 Minutes' den Bericht ausstrahlte, waren die damals gültigen Sicherheitsstandards im Wesentlichen die Gleichen wie heute. Dieser Fall - und viele andere überall im Land - zeigt deutlich den Bedarf nach strengeren, erweiterten Sicherheitsstandards. Alle Verbraucher, aber insbesondere Eltern, sollten Druck auf die National Highway Traffic Safety Administration und auf den Kongress ausüben, damit diese Standards angehoben werden und Fahrer und Passagiere schützen.

Wir alle können nachvollziehen, wie ein schwerer Unfall zu schweren Verletzungen führen kann. Aber keiner von uns erwartet schwere Verletzungen aus dieser Art von Unfall. Dies ist eine Tragödie, die niemals hätte passieren dürfen."



Quelle: ots/Wigington Rumley Dunn & Blair


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