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Mittwoch, 27 Mai 2020
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Hannover (ots) - Nach den Anschlägen in Lyon, Kuwait und Tunesien sieht der Terrorismusforscher Rolf Tophoven eine Art Wettbewerb zwischen konkurrierenden islamistischen Terroristen. "Wir haben zwei konkurrierende Terrororganisationen, auch wenn sie im selben Geiste kämpfen: IS und Al Kaida", sagte Tophoven der "Neuen Presse" (Samstagsausgabe) aus Hannover.

Hubertus Heil
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Heil: Im Herbst Einigung auf Grundrente

Er fügte hinzu: "Al Kaida hat an Strahlkraft verloren. Die sind mittlerweile vom IS getoppt, denn der IS hat ein Kalifat, einen sogenannten Staat, er hat sich in der Fläche etabliert."

Der Islamische Staat agiere in seinem näheren Umfeld, während Al Kaida den "fernen Feind", also die USA, Großbritannien und Israel, im Visier habe. Tunesien, noch der stabilste Staat des arabischen Frühlings, solle mit Hilfe des Terroranschlags destabilisiert werden, "deswegen wird eine der wichtigsten Einnahmequellen, der Tourismus, angegriffen. In Kuwait hat es eine schiitische Moschee getroffen, der sunnitische IS nutzt die religiösen Spannungen mit den Schiiten aus".

Tophoven sagte, selbst wenn der Islamische Staat irgendwann verschwinde, "so haben sie doch tausende Kämpfer mit der Lizenz zum Töten geschaffen". Der Terrorismusexperte ist sicher sicher, dass es die islamistischen Terrorgruppen noch lange geben wird. "Wenn es in 50 oder 100 Jahren eine Enzyklopädie des weltweiten Terrors geben wird, dann wird die RAF im Vergleich mit der Al Kaida und der IS nur noch eine Fußnote sein. Wir werden noch lange mit ihnen zu tun haben. Viele Kämpfer dort werden noch als terroristische Manövriermasse durch die Weltgeschichte morden."



Quelle: Neue Presse Hannover


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