Jemen Hilfen für die notleidende Bevölkerung gestartet

Foto: Gerry & Bonni / Flickr (CC)

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Das Deutsche Rote Kreuz hat angesichts der katastrophalen humanitären Situation im Jemen Hilfen für die notleidende Bevölkerung gestartet. "Die gewaltsamen Auseinandersetzungen der vergangenen Wochen haben die seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh ohnehin angespannte Lage im Land weiter verschärft.

Weite Teile der zivilen Infrastruktur des Landes, unter anderem die Hauptwasserleitungen großer Städte, wurden durch Bombenangriffe beschädigt. Die Menschen brauchen dringend sauberes Wasser und zudem Nahrungsmittel", sagt Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK. Laut Schätzungen der UN befinden sich 545.000 Menschen im Land auf der Flucht.

"Mit Hilfe von lokalen Mitarbeitern sowie gemeinsam mit dem Jemenitischen Roten Halbmond tragen wir dazu bei, auch jene Menschen zu versorgen, die vor Not und anhaltender Gewalt im Land auf der Flucht sind", sagt Johnen. "Viele Familien haben ihr Zuhause überstürzt verlassen müssen. Die Menschen, die in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden Schutz suchen, erhalten Decken, Kochsets und Hygiene Kits für den unmittelbaren Bedarf. Zudem wird die Wasserversorgung der Bevölkerung mittels Tanklastwagen organisiert", fügt er hinzu. Das Auswärtige Amt hat dem DRK für die Nothilfemaßnahmen rund eine Million Euro bereitgestellt.

Mit seiner Nothilfe baut das DRK auf die über Jahre gewachsenen guten Kontakte zu seiner Jemenitischen Schwesterorganisation auf, mit der es bereits seit 2008 eng und vertrauensvoll zusammenarbeitet und auch ein ständiges Büro in der Hauptstadt Sanaa unterhält. Denn bereits vor dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts lebte die Hälfte der etwa 23,8 Millionen Jemeniten in absoluter Armut, 13,4 Millionen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen, 14 Millionen Menschen können ohne humanitäre Hilfe kaum ihr Überleben sichern. Das DRK unterstützte bis zum Beginn der Kämpfe in drei verschiedenen Regionen des Landes medizinische Grundversorgung und gemeindebasierte Ernährungsdienste, schulbasierte Ernährungs-und Gesundheitsförderung sowie die Erste Hilfe Ausbildung. Aktuell sind diese Projekte aufgrund der angespannten Sicherheitssituation ausgesetzt.



Quelle: DRK


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