Samstag, 19 Sep 2020
Joe Biden hat die magische Marke von 1991 Stimmen noch nicht erreicht.
Joe Biden hat die magische Marke von 1991 Stimmen noch nicht erreicht. Foto: LBJ Library / Jay Godwin (296/1169)
 1-2 Minuten Lesezeit  267 Worte im Text  vor 192 Tagen

Nein, man kann einen Wettbewerb nicht für beendet erklären, bevor er tatsächlich beendet ist. Kandidat der Demokratischen Partei fürs Weiße Haus wird, wer die Mehrheit der Mandate jener Delegierten gewinnt, die auf einem Parteitag im Juli den Herausforderer von Donald Trump offiziell küren. Joe Biden hat die magische Marke von 1991 Stimmen noch nicht erreicht. Schon deshalb kann die Partei seinen Kontrahenten Bernie Sanders nicht zwingen, das Handtuch zu werfen, um schon jetzt gemeinsam für den herbstlichen Kampf gegen Trump zu trainieren. Und doch: An Bidens Sieg kann es eigentlich keinen Zweifel mehr geben.

Svenja Schulze
Foto: EnergieAgentur.NRW / CC BY 2.0 (via Flickr)

Bundesumweltministerin zeigt Verständnis für Wut der Bauern

An diesem Dienstag, an dem in sechs Bundesstaaten Vorwahlen stattfanden, ist wie schon am "Super Tuesday" deutlich geworden, wo für die meisten US-Demokraten die Prioritäten liegen. Sie sehnen ein Ende der Präsidentschaft Donald Trumps so sehr herbei, dass sie bereit sind, mit Joe Biden an der Spitze zu etwas zurückzukehren, was man die alte Ordnung nennen könnte. Und mit Biden einen Bewerber aufzustellen, der zwar keinen begeistert, der sich bisweilen sogar peinliche Wortpatzer leistet, der aber nach fast 50 Jahren im Politikbetrieb Washingtons über so viel Erfahrung verfügt, dass man ihm zutraut, in Zeiten akuter Verunsicherung das Ruder des Staatsschiffs zu übernehmen.

Nur: Sanders hat Probleme thematisiert, die vielen Amerikanern auf den Nägeln brennen. Eine Krankenversicherung für alle, Universitäten ohne Studiengebühren: Es sind Projekte, für die sich an der Basis der Demokraten klare Mehrheiten finden. Biden wird sie so wenig ausblenden können, wie er auf die Unterstützung der Parteilinken verzichten kann. Um Trump zu besiegen, muss er jetzt vor allem Brücken zu den jungen Fans seines Widersachers bauen.

Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrNachrichten
Susanne Mittag sagte: "Mit Freiwilligkeit kommen wir nicht mehr weiter."
Foto: Deutscher Bundestag / Inga Haar

Tierwohllabel: SPD im Bundestag lehnt Klöckners Ansatz ab

Das von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) geplante freiwillige Tierwohllabel könnte am Widerstand der SPD scheitern. Susanne Mittag, tierschutzpolitische Sprecherin der...
Trump hat seine Parole "America First" bereits am ersten Amtstag umgesetzt: Er kündigte umgehend das Transpazifische Abkommen.
Foto: The White House / Public Domain (via Flickr)

Mehr Ehrlichkeit statt Populismus

Das Bild der Rechtspopulisten ist in Deutschland klar umrissen: Donald Trump, der amerikanische Präsident, wird als völlig überforderter US-Politiker dargestellt. Regelmäßig sorgen seine Aussagen...
empty alt
Foto: Jacek Rużyczka / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Dauerwelle

Viel wird spekuliert, ob im Herbst eine zweite Corona-Infektionswelle kommt, wann infolge der Pandemie eine Insolvenzwelle einsetzen wird und wie groß die Entlassungswelle sein wird, die darauf...
Berliner Innensenator Andreas Geisel lieferte Querdenkern den Stoff für ihre Empörung auf dem Silbertablett.
Foto: United Nations COVID-19 Response

Solche Demos müssen wir aushalten

Berlin macht seinem Ruf gerade keine Ehre: Toleranz, Offenheit, Vielfalt - wegen dieser Werte zieht die Hauptstadt viele, gerade junge Menschen an. Beinahe täglich finden Demonstrationen auf den...
Der Giftanschlag auf Nawalny muss vollständig aufgeklärt werden.
Foto: Evgeny Feldman / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Wenig Hoffnung auf Aufklärung im Fall Nawalny

Im Fall des mutmaßlich vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny hat die menschenrechtspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Gyde Jensen, wenig Hoffnung auf eine transparente...
Back To Top