Kämpfe im Jemen: Immer mehr Kinder getötet und verletzt

Foto: la imagen / Flickr (CC)

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Seit Ausbruch der Kämpfe im Jemen wurden nach Angaben von UNICEF mindestens 74 Kinder getötet und 44 schwer verletzt. Dies sind vorsichtige Schätzungen - die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte angesichts der intensiven Kämpfe der vergangenen Tage viel höher liegen.

"Die Situation ist sehr gefährlich. Krankenhäuser sind überfüllt und sogar Krankenwagen werden entführt", sagt Julien Harneis, Leiter von UNICEF im Jemen. "Kinder werden getötet, verletzt, müssen fliehen. Ihre Gesundheit ist in Gefahr, sie können nicht mehr zur Schule gehen. Alle Konfliktparteien müssen den Schutz der Kinder sicherstellen."

Landesweit waren bis Ostermontag über 100.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen. Krankenhäuser sind angesichts der vielen Verletzten überlastet. Es fehlt an Medikamenten. Auch Gesundheitseinrichtungen wurden angegriffen. Mindestens drei Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen und ein Fahrer eines Krankenwagens wurden bei diesen Angriffen bislang getötet.

Immer wenn es die Sicherheitslage erlaubt, versorgen UNICEF-Teams zusammen mit Partnern die Menschen mit sauberem Wasser und unterstützen die Gesundheitsversorgung. In Aden und zwei weiteren Städten im Süden des Landes stellt UNICEF Treibstoff für den Betrieb von Wasserpumpen bereit, da die Trinkwasserversorgung an vielen Stellen beschädigt ist. Der Zusammenbruch der Wasser- und Abwassersysteme erhöht das Krankheitsrisiko.

UNICEF sorgt auch dafür, dass Impfstoffe für die Versorgung von Kindern weiter sicher gelagert und gekühlt werden können. Aus lokalen Warenlagern verteilt UNICEF therapeutische Zusatznahrung sowie Medikamente zur Behandlung von für Kindern lebensgefährlichen Durchfallerkrankungen. Über die Medien warnt UNICEF Eltern und ihre Kinder vor den Gefahren von Blindgängern.

Die Kämpfe im Jemen verschärfen die ohnehin prekäre Lage der Kinder in einem der ärmsten Länder der Region. In weiten Teilen des Landes fehlt es an Lebensmitteln. Viele Kinder leiden unter schwerer akuter Mangelernährung.



Quelle: UNICEF


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