#zeitfokus.

Foto: Jun Teramoto / Flickr (CC BY-SA 2.0)
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Die Menschen in der japanischen Region Fukushima werden nach Einschätzung von Caritas international noch mindestens zehn Jahre auf Hilfe von außen angewiesen sein.

Annegret Kramp-Karrenbauer
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Der Fall Maaßen

"Viele Städte und Dörfer sind massiv verstrahlt. Die offiziellen Programme zur Dekontamination haben daran kaum etwas geändert. Selbst wenn die Evakuierungsbeschlüsse für einige Gemeinden in Reaktornähe demnächst aufgehoben werden, wird aufgrund des hohen Gesundheitsrisikos nur ein kleiner Teil der Menschen zurückkehren", sagt Oliver Müller, der Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich des Jahrestags der Dreifach-Katastrophe von Erdbeben, Tsunami und dem Unfall am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011.

"Die Regierung muss sich viel stärker auf die Schicksale der Betroffenen der Nuklearkatastrophe konzentrieren, ihnen neue Lebensperspektiven in einer anderen Umgebung bieten und sie sozial auffangen. Selbst wenn die technischen Arbeiten vorangehen. Es ist wenig realistisch, davon auszugehen, dass die verlassenen Orte jemals wieder so sein werden wie zuvor", kritisiert Müller. Die Zehntausende von Menschen, die bereits seit fünf Jahren in Containersiedlungen oder anderen provisorischen Unterkünften in der näheren Umgebung lebten und noch immer stark traumatisiert seien, dürften nicht vergessen werden, mahnt er. "Darum setzen wir unsere Hilfen für die besonders Betroffenen der Katastrophe fort", betont Müller.

Caritas international hat seine lokalen Partner in Japan seit Beginn der Katastrophe mit fast sieben Millionen Euro unterstützt. Neben der akuten Nothilfe setzte Caritas international einen Fokus auf den Wiederaufbau sowie auf soziale Projekte in der Region. So wurden etwa Kindergärten und Behinderteneinrichtungen wieder errichtet. Weiterhin werden unter anderem Projekte zur Trauma-Bekämpfung unterstützt. Seit mehreren Jahren werden mit Hilfe von Caritas international zudem Sommerfreizeiten für Kinder aus der Fukushima-Präfektur in andere Landesteile organisiert.



Quelle: ots/Caritas international


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