Refugee Air will syrische Flüchtlinge mit dem Flugzeug sicher in die EU bringen

Foto: Refugees Air

Welt
Typographie
  • kleiner klein Standard groß größer
  • Standard Helvetica Segoe Georgia Times

Stockholm (ots/PRNewswire) - Eine Gruppe schwedischer Unternehmer und Menschenfreunde möchte nicht mehr länger dabei zusehen, wie Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, und hat beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Ziel von Refugee Air ist es, dafür zu sorgen, dass sichere Wege in die EU Realität werden.

"Noch bevor der erste Schnee auf Stockholm fällt, wird das erste Flugzeug Flüchtlinge in Sicherheit bringen", sagt Susanne Najafi, Mitinitiatorin von Refugee Air.

Flüchtlinge ohne Visum sind derzeit aufgrund der "Haftungsbestimmungen für Beförderungsunternehmen" nicht in der Lage, mit dem Flugzeug zu reisen. Hierbei handelt es sich um eine EU-Richtlinie, die besagt, dass Beförderungsunternehmen für alle Kosten im Zusammenhang mit Passagieren aufkommen müssen, denen in ihrem Zielland in der EU kein Asyl gewährt wird.

"Regelungen wie diese treiben Flüchtlinge in die Hände von Schleppern, die aus deren Verzweiflung Profit schlagen", sagt Emad Zand, Mitinitiator von Refugee Air. "Es ist sinnlos. Wir können nicht einfach dasitzen und zusehen, wie Menschen sterben. Wir werden zeigen, dass es auch anders geht."

Mit der Unterstützung sowohl von privaten als auch gewerblichen Sponsoren plant Refugee Air, entweder Flugzeuge zu chartern oder mit existierenden Fluggesellschaften zusammenzuarbeiten, um den Flüchtlingen eine sichere Reise aus Krisengebieten in die sichere EU zu ermöglichen.

"Als Unternehmer sind wir es gewohnt, nach Lösungen zu suchen, und wenn wir Menschen auf den Mond fliegen können, warum dann nicht auch Flüchtlinge auf sicherem Wege nach Europa", so Najafi. Neben den sicheren Flügen nach Europa sucht die Initiative ausserdem nach einer nachhaltigen Lösung, um die Mauern der Festung Europa einzureissen, die durch die Haftungsrichtlinie für Beförderungsunternehmen errichtet wurde.

Die Initiative Refugee Air wurde am Wochenende ins Leben gerufen und ist seitdem schnell zu einer kooperationsorientierten Bewegung herangewachsen, an der sich Hunderte der einflussreichsten Unternehmer und Anwälte sowie weitere führende Berufsgruppen Schwedens beteiligen und sich dafür einsetzen, Refugee Air zum Erfolg zu verhelfen.

Über Refugee Air

Refugee Air ist eine gemeinnützige Initiative unter der Leitung von motivierten Unternehmern und Menschenfreunden, deren Ziel es ist, Flüchtlingen eine sichere Reise in die EU zu ermöglichen. Wir wissen, wie man Probleme löst und Dinge anpackt, und wollen jetzt sofort einen Beitrag leisten. Wir nutzen unsere Crowdsourcing-Kompetenzen und unser weitreichendes Netzwerk, um Leben zu retten und positive Veränderungen herbeizuführen.

Susanne Najafi ist eine Multiunternehmerin, die viele Unternehmen in verschiedenen Branchen aufgebaut hat. Heute investiert sie in neue Ideen und Start-up-Projekte.

Emad Zand ist ein Multiunternehmer in den Bereichen Gesundheitswesen und Technologie und hat bereits Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern aufgebaut und geleitet.

Weitere Informationen erhalten Sie auf http://www.refugeeair.org



Quelle: Refugees Air


Welt (Top 10/365)

  • Angriff auf die Demokratie
    Dienstag, 05. Februar 2019

    Wenn Lech Walesa lospoltert, gibt es oft kein Halten mehr. Politische Gegner beschimpft der Friedensnobelpreisträger von 1983 dann wahlweise als Idioten, Schlappschwänze oder Eierköpfe. Stellt ein...

  • Illegale Giftlieferung in die USA?
    Freitag, 13. Juli 2018

    Das deutsche Medizinunternehmen VET Pharma Friesoythe GmbH steht im Verdacht, illegal mehrere Tonnen eines Mittels zum Einschläfern von Tieren in die USA geliefert zu haben. Der enthaltene...

  • Deutschland nimmt immer weniger Jesiden als Flüchtlinge auf
    Samstag, 09. Februar 2019

    Deutschland nimmt immer weniger Jesiden als Flüchtlinge auf. 2018 hatten nur 60 Prozent der Mitglieder dieser religiösen Minderheit in Deutschland mit ihren Asylanträgen Erfolg. Im Jahr zuvor waren...

  • Grandios gescheitert: Der Meister des Desasters
    Donnerstag, 28. Februar 2019

    Der selbst ernannte Verhandlungskünstler aus dem Weißen Haus hat seinen Meister in einem ruchlosen Diktator gefunden. Kim Jong-un nutzte beim Atompoker in Vietnam die strategische Schwäche des...

  • Putins gefährlicher Geheimplan
    Dienstag, 29. Januar 2019

    Wladimir Putin hält wenig davon, der Öffentlichkeit allzu tiefe Einblicke in sein Privatleben zu geben. Am vergangenen Wochenende zeigte sich der russische Präsident bei einem Besuch in seiner...

  • Nord Stream 2: Russischer Botschafter kritisiert USA
    Mittwoch, 13. Februar 2019

    Russlands Botschafter Sergej Netschajew hat den diplomatischen Druck kritisiert, mit dem die USA den Bau der Pipeline Nord Stream 2 kurz vor Fertigstellung noch verhindern wollen. Dass die...

  • Haushaltsplan Italien: Ein Drahtseilakt
    Dienstag, 12. Februar 2019

    Es ist ein geradezu befremdlich wirkender Termin. Der italienische Ministerpräsident Guiseppe Conte spricht heute in Straßburg über die Zukunft Europas. Seit Herbst klafft zwischen Italien und der...

  • Brexit: Die wichtigsten Szenarien
    Mittwoch, 23. Januar 2019

    Nachdem das Austrittsabkommen der britischen Regierung mit der EU im Parlament keine Mehrheit gefunden hat, diskutieren die Briten und Brüssel verschiedene Brexit-Lösungen. Ein Überblick über die...

  • Ukraine: An Putin ausgeliefert
    Freitag, 22. Februar 2019

    Fünf Jahre ist es her, dass die Massenproteste auf dem Maidan, dem Unabhängigkeitsplatz im Herzen von Kiew, in tödliche Gewalt umschlugen. Scharfschützen feuerten in die Menge. Barrikaden brannten....

  • Brexit: Für die EU gibt es nichts mehr zu verhandeln
    Mittwoch, 16. Januar 2019

    Nachdem die britische Premierministerin Theresa May mit ihrem Brexit-Vorschlag im Parlament gescheitert ist, gibt es kaum noch Hoffnung auf ein geregeltes Austreten Großbritanniens. Deutsche...