#zeitfokus.

Mittwoch, 27 Mai 2020
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 1-2 Minuten Lesezeit  238 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Rakka steht kurz vor dem Fall, ein Ende des Leids ist für tausende Kinder der Stadt nicht in Sicht: "Jungen und Mädchen, die Terror, Gewalt und Krieg überlebt haben, tragen schlimmste seelische Verletzungen mit sich - eine Folge der Erlebnisse, die sie durchmachen mussten", sagt Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Franziska Giffey hat sich entschieden gegen Ausgangssperren ausgesprochen.
Foto: usbotschaftberlin / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)

Giffey will Ausgangssperren vermeiden und appelliert an junge Leute: Hört auf zu feiern!

Viele von ihnen führten, seit der IS 2014 die Stadt an sich gerissen hatte, kein normales Leben mehr: kein regulärer Schulunterricht, keine regelmäßigen Mahlzeiten, keine medizinische Versorgung - dafür ständige Angst vor Terror und Gewalt. Manche hätten schon zusehen müssen, wie Freunde, Eltern oder Geschwister brutal getötet wurden. Andere wurden vergewaltigt oder zu Kindersoldaten gemacht. "Diese Kinder sind so schwer traumatisiert, dass sie ohne Behandlung kein normales Leben werden führen können", teilt die Kinderhilfsorganisation mit.

"Die psychologische Betreuung der Kinder muss in den nächsten Monaten und Jahren Priorität haben", sagt Yassin. "Nur so haben sie eine Chance, in ein normales Leben zurückzufinden." Die SOS-Kinderdörfer fordern die jetzigen Machthaber in der Region, alle Hilfsorganisationen und die UN zu einer "Allianz für die Kinder" auf. Es gehe darum, rasch einen Plan für flächendeckende psychologische Betreuung zu schmieden.

Die SOS-Kinderdörfer betreuen in Syrien und im Nordirak Kinder, die Terror und Krieg entkommen konnten. Im Rahmen eines groß angelegten Modellprojekts wird Kindern die Möglichkeit gegeben, mit Traumatherapeuten die erlebten Gräuel zu verarbeiten, um nicht eine komplette Generation von Kindern an den Krieg und Terror zu verlieren.



Quelle: ots/SOS-Kinderdörfer


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