#zeitfokus.

Dienstag, 26 Mai 2020
Foto: Freedom House / CC BY 2.0 via Flickr
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Die Kämpfe in den Regionen von Aleppo und Idlib im Nordwesten Syriens verschärfen sich weiter, und auch immer mehr Schulen geraten dabei unter Beschuss.

Annegret Kramp-Karrenbauer
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Die Kunst des Führens

In nur einer Woche schlugen in und um sechs Partnerschulen von Save the Children Bomben und Granaten ein. Vier haben Schäden davon getragen, und in drei Fällen gab es Opfer unter den Kindern und Mitarbeitern.

Bei einem Angriff in Idlib wurde ein Mädchen nur wenige hundert Meter von einer Schule entfernt von einer Fassbombe getötet. Ein anderes Schulgelände geriet während des Unterrichts unter Granatenbeschuss, ein Wachmann erlitt dabei schwere Verletzungen. In einem weiteren Fall berichten Schulmitarbeiter, dass eine Fassbombe direkt ihr Gebäude getroffen und die oberen Stockwerke zerstört habe.

“Drohnen, Helikopter und Kampfflugzeuge fliegen den ganzen Tag lang über das Gebiet hinweg - Kinder sind völlig verängstigt, und ihre Eltern wollen sie nicht mehr zum Unterricht schicken, weil die Umgebungen der meisten Schulen attackiert werden“, sagt ein Mitarbeiter der Partnerorganisation Violet.

Helle Thorning-Schmidt, Geschäftsführerin von Save the Children International, ergänzt: "In vielen Regionen Syriens nehmen Kinder riesige Gefahren auf sich, um weiter lernen zu können. Sie lernen in Kellern und müssen auf dem Weg zur Schule und zu Prüfungen Scharfschützen ausweichen und gefährliche Checkpoints passieren.“

Auch die Lehrer bewiesen großen Mut, indem sie weiter unterrichteten oder informelle Schulen aufbauten, so Thorning-Schmidt: "Trotz allem können zwei Millionen Kinder in Syrien derzeit nicht zur Schule gehen. Selbst in einem solchen Konflikt muss das Recht der Kinder gewahrt bleiben, zu lernen und zu spielen - und zwar ohne dass die Mädchen und Jungen ständig Angst haben müssen, umgebracht zu werden. Ein Waffenstillstand ist dringend notwendig!“

Ende Juli wurden zeitweise alle Schulen in Aleppo wegen der eskalierenden Gewalt geschlossen. Auch in Idlib mussten viele Einrichtungen für Tage oder sogar Wochen schließen. Im vergangenen Monat sind in den Schulen, die Save the Children unterstützt und weiterbetreibt, zusammengenommen 65 Unterrichtstage ausgefallen wegen des Konflikts. Mindestens 16 Schulen wurden entweder direkt beschossen, durch Bombenangriffe in der Umgebung beschädigt oder sie wurden anderweitig dazu gezwungen, den Unterricht auszusetzen.

Die Berichte über die Angriffe auf unsere Partnerschulen zeigen derweil nur einen Teil des verheerenden Ausmaßes. Seit inzwischen fünf Jahren werden Schulen angegriffen, zerstört oder besetzt - und damit Kinder ihrer Bildung beraubt.

Zahlen und Hintergrundinformation

Save the Children unterstützt lokale Partnerorganisationen, die 60 Schulen und Lernräume im Nordwesten Syriens für mehr als 17.500 Kinder und Jugendliche betreiben.

In der vergangenen Woche (vom 02.- 08. August) gab es folgende Vorfälle, die von Save the Children unterstützte Schulen in Aleppo und Idlib betreffen:

- Zwei Jungen und ein zehnjähriges Mädchen wurden durch einer Bombe verletzt, die nur wenige hundert Meter neben einer Schule in einer ländlichen Gegend Aleppos einschlug. Das Mädchen liegt immer noch im Krankenhaus nach einer komplizierten Augen-OP.

- In Idlib wurde ein Mädchen von einer Bombe getötet, die in der Nähe einer Schule einschlug.

- In Aleppo traf eine Bombe direkt ein Gebäude, in dem sich eine von Save the Children unterstützte Schule befand. Die Obergeschosse wurden vollständig zerstört, die Schule befindet sich im Erdgeschoss und erlitt Schäden.

- Ein Schulgelände in Idlib, auf dem gerade Kinder unterrichtet wurden, geriet unter Granatenbeschuss, ein Wachmann erlitt dabei schwere Verletzungen.

- Eine weitere Schule wurde innerhalb von fünf Tagen zweimal getroffen - Wände und Fenster wurden dabei zerstört.

- Eine Schule in einer ländlichen Region Idlibs wurde beschädigt durch eine Bombe, die weniger als 100 Meter entfernt einschlug.



Quelle: Save the Children


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