Ukraine: Schleichende Verelendung der Opfer des Krieges

Foto: Ivan Bandura / Flickr (CC BY 2.0)

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Fast zwei Jahre nach Beginn der Kämpfe im russisch-ukrainischen Grenzgebiet sind immer mehr Flüchtlinge und Vertriebene nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie Daten einer Studie der Caritas Ukraine zeigen, liegen die Ausgaben der Geflüchteten für lebensnotwendige Dinge des täglichen Bedarfs vier Mal höher als ihre Einnahmen. "Lebensmittel, Kleidung und selbst der Schulbesuch ihrer Kinder werden für die Opfer des Krieges mit fortschreitender Dauer des Konfliktes unerschwinglich. Sie leiden existenzielle Not. Und das mitten in Europa", warnt Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

115.000 Vertriebene sind von Caritas seit Beginn der Kämpfe im April 2014 mit Hilfsgütern, Geld und Beratung unterstützt worden. Das aktuelle Caritas-Engagement in der Ukraine gilt insbesondere dem Schutz der Menschen vor dem Winter. So versorgt Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes mehr als 4000 Vertriebene mit Winterkleidung und Heizmaterial. "Hunderttausende Menschen müssen durch den Winter gebracht werden", so Müller. "Was die Menschen jetzt vor allem brauchen, sind warme Unterkünfte, winterfeste Kleidung, Heizmaterial und Medikamente."

Aufgrund der Kämpfe zwischen pro-russischen Separatisten und der regulären ukrainischen Armee waren bislang 2,7 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. 1,68 Millionen von ihnen leben als Binnenvertriebene in der Ukraine. Caritas international unterstützt Opfer des Krieges sowohl in der Ukraine als auch in Russland.



Quelle: ots/Caritas international


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