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Warnung vor neuer Grexit-Debatte

Angesichts der nur langsam voranschreitenden Überprüfung der griechischen Reformvorhaben durch die Vertreter der Gläubigerinstitutionen warnt der SYRIZA-Politiker Giorgos Chondros vor einer erneuten Gefährdung der Euro-Mitgliedschaft seines Landes.

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Welt.
Giorgos Chondros
Foto: Rosa Luxemburg Stiftung / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Angesichts der nur langsam voranschreitenden Überprüfung der griechischen Reformvorhaben durch die Vertreter der Gläubigerinstitutionen warnt der SYRIZA-Politiker Giorgos Chondros vor einer erneuten Gefährdung der Euro-Mitgliedschaft seines Landes.

"Wenn wir nicht sehr bald zu einer erfolgreichen Überprüfung kommen, um dann die vereinbarte Diskussion über den Schuldenschnitt zu beginnen, dann sind wir möglicherweise wieder bei der Diskussion über einen Grexit", sagt Chondros im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Montagausgabe). "Wir erleben leider, dass die Institutionen weiterhin versuchen, alles neu zu verhandeln. Sie wissen genau, welch wichtige Rolle die Zeit spielt", verweist das Gründungsmitglied der linken Regierungspartei SYRIZA auf bald fällig werdende Kreditrückzahlungen.

Um die Schulden zu tilgen, benötigt Griechenlandneue Kredite aus dem Programm mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Voraussetzung für deren Freigabe ist die Zustimmung von Internationalem Währungsfonds, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank zu mehreren Reformvorschlägen.

Chondros ist sich trotz anhaltender Proteste insbesondere gegen die geplante Rentenrefrom der Unterstützung der griechischen Bevölkerung sicher. "Ich finde, dass noch viel zu wenige auf die Straße gehen. Es sollen viel mehr Menschen demonstrieren und viel mehr fordern", so der Ethnologe. Es wäre gut für die Regierung, wenn sie sich bei den Verhandlungen auf die Proteste der Bevölkerung stützen könnte. "Die Menschen wehren sich hauptsächlich gegen die Sparpolitik. Und die Sparpolitik ist nicht die Politik von SYRIZA."



Quelle: ots/neues deutschland



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