Freitag, 14 Aug 2020
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London (ots/PRNewswire) - Am 14. Juli erklärte der iranische Präsident Hassan Rouhani im Anschluss an die historische Vereinbarung zur Beschränkung der Atomkraft im Iran als Reaktion auf die schrittweise Einstellung von Sanktionen, dass "sich neue Horizonte auftun und gemeinsame Herausforderungen zunehmend in den Vordergrund rücken."

Volkswirtschaftlich wäre eine Schließung sinnvoll.
Foto: Bernd Marczak

Letzte Frist für Tegel

Und neue Horizonte tun sich sehr wohl auf, da der Iran seine imposanten Erdgasreserven schon in Kürze zur Versorgung Europas einsetzen könnte - einigen Schätzungen zufolge bereits im kommenden Jahr. Dies könnte signifikante Veränderungen in der regionalen Versorgungsdynamik bewirken: namentlich massive Investitionen in die Energieinfrastruktur zwischen Europa und Nahost und den Anbruch eines neuen Zeitalters des Handels und der kommerziellen Zusammenarbeit.

Meldungen aus dieser Woche deuten darauf hin, dass Spanien möglicherweise als "Durchgangsstation für iranische Erdgasexporte nach Europa" dienen könnte. Dies ging aus einem Treffen zwischen dem iranischen Ölminister Bijan Zanganeh und einer spanischen Delegation hervor, der auch der spanische Industrie-, Energie- und Tourismusminister Jose Manuel Soria angehörte. Darüber hinaus beschäftigen sich zumindest drei ausländische Unternehmen mit dem Gedanken, den Bau eines iranischen LNG-Projekts fortzusetzen und abzuschliessen. "Ein chinesisches, ein arabisches und ein europäisches Unternehmen bemühen sich um die Akquisition einer iranischen LNG-Anlage, um diese fertigzustellen", bestätigte eine Quelle gegenüber der Fars News Agency am 8. September .

Im November wird im Zuge der European Autumn Gas Conference [http://dmgenergy-news.com/t/184C-3JK98-6OXJ2A-1OUIQ1-1/c.aspx] in Genf eine der vielversprechendsten und am heissesten erwarteten Gesprächsrunden zum Thema Versorgungssicherheit veranstaltet, die dieses Jahr bei einer europäischen Energiekonferenz stattfindet. Dabei wird eine beispiellose Vielfalt an Perspektiven von bedeutenden Akteuren des inner- und aussereuropäischen Energiesektors vorgestellt, darunter von Vertretern aus den USA, Russland, der Türkei und dem Iran.

Azizollah Ramazani, der Vorstandsvorsitzende der National Iranian Gas Export Company (NIGEC), hat seine Teilnahme bereits verbindlich bestätigt und wird im November zum Kreis der EAGC-Referenten zählen. Zu diesem Anlass wird er entscheidende "gemeinsame Herausforderungen" und "neue Horizonte" erörtern, darunter auch die Möglichkeit, dass der Iran zu einem wichtigen Erdgaslieferanten für Europa werden könnte. Zu den derzeit thematisierten Optionen zählt ein mögliches Angebot von schwimmendem Flüssigerdgas (FLNG), was NIGEC-Geschäftsführer Alireza Kameli erst kürzlich ansprach. Im Juli erklärte Kameli, dass man sich derzeit in Verhandlungen mit einem "der weltgrössten FLNG-Beförderungsunternehmen befinde, um iranisches Erdgas in den nächsten sieben bis 12 Monaten nach Europa zu verschiffen." Wir wird die Einfuhr von iranischem Erdgas den Status quo in Europa beeinflussen? Welche technischen und behördlichen Herausforderungen bestehen im Hinblick auf den Neustart der potenziell beträchtlichen iranischen Erdgasproduktion? Und wenn Erdgasexporte nach Europa tatsächlich praktikabel sind, wann werden sie beginnen?



Quelle: DMG


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