#zeitfokus.

  • Der Bundesfinanzminister hat mit seinem Vorpreschen in Sachen Einlagensicherung den Koalitionspartner CDU vor den Kopf gestoßen. Sich öffentlich zu dem Thema zu äußern, ohne vorher mit den Kabinettskollegen aus der Union geredet zu haben, löst eine neue Belastungsprobe für Schwarz-Rot aus. Dabei kann eine große Koalition, deren Fortbestand durch Diskussionen über Grundrente, Verteidigungspolitik und Spitzenpersonal stärker in Frage steht denn je, keinen zusätzlichen Sprengstoff gebrauchen.

  • Filmproduzent und Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann (60) sieht die deutsche Medienlandschaft im größten Umbruch seit Einführung der Privatsender vor gut 25 Jahren. Doch trotz der Konkurrenz durch Streamingdienste wie Netflix gibt Hofmann das Spiel für ARD und ZDF noch lange nicht verloren. "Ich empfinde das als große Chance, weil es nun natürlich wesentlich mehr Anbieter von Bewegtbildern und damit auch mehr Abnehmer für unsere Produktionen gibt. Auf diese Weise ergeben sich für die gesamte Branche unfassbar viele Möglichkeiten", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Hofmann sieht aber auch einen "echten Spagat", den die Senderverantwortlichen hinbekommen müssten: "Einerseits stehen sie unter großem wirtschaftlichen Druck, andererseits müssen sie programmlich auf der Höhe der Zeit sein".

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